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befreiungsschädlich



Eine steuerliche Befreiung verhindernd


Wortart: Adjektiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: klaser
Erstellt am: 05.06.2018
Region: Wien 12, Meidling (Wien)
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 2 1

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Kommentare (2)


So leid es mir tut, da es doch gar so amtsösterreichisch klingt - das entzückende Wort ist eine gesamtamtsdeutsche Kreation. Damit keine Vermutung einer möglichen austrianischen Verknüpfung besteht, hab ich ein niedersächsisches Urteil als Beleg gewählt:
Zwischen den Beteiligten besteht im Übrigen Einigkeit, dass die vom Kläger betriebene Altentagesstätte die Voraussetzungen des § 3 Abs. 2 BefrVO erfüllt. [...] . Im Gegensatz zur alleinigen Nutzung der Rundfunkempfangsgeräte durch Mitarbeiter der Einrichtung außerhalb des Befreiungszwecks ist die hier gegebene Mitbenutzung der Rundfunkempfangsgeräte durch Kursleiter im Rahmen der von ihnen abgehaltenen Kurse nicht befreiungsschädlich (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 11.12.2003 - 2 S 963/03 - FEVS 55, 393 ff.).
source: Niedersächsisches Landesjustizportal – Verwaltungsgericht Braunschweig 5. Kammer, Urteil vom 21.06.2005

Dass das Wort in einem Urteil aus Braunschweig enthalten ist, das könnt' nun allerdings jemand nun auf den Gedanken bringen, dass die Braunschweiger eine ganz besondere Vorliebe für Österreichisches haben und solches übernehmen, wo immer sie können, schließlich war's ja auch Braunschweig, wo der staatenlose Österreicher Hitler als Regierungsrat Aufnahme in den öffentlichen Dienst fand und dadurch Reichsbürger wurde - ist aber natürlich Quatsch.
Koschutnig 05.06.2018


Uije... das hat für mich so sehr nach Austriazismus geklungen, dass ich gar nicht nachgeschaut habe.
klaser 06.06.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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