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Neunhäutling



Gebäck aus 9 Schichten am Holzkochlöffel gebacken


Tags: Salzburgisch
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: OTTO
Erstellt am: 10.03.2018
Region: Steyr-Land (Oberösterreich)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (3)


Neunhäutling: Kochlöffelstiel wird in den Teig getaucht und dann im Fett gebacken, Das wird 9x wiederholt.
source: Salzburger Küchenschätze, Verlag Wolfgang Hölker, Münster,1984)

OTTO 10.03.2018


Und aus Tirol:
Am Sonnwendtage wird ein Küchel neunmal in denselben Teig gelegt und so oft gebacken. Ein solcher heißt Neunhäutling (Unterinntal)
source: Ignaz Vinzenz Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes (1871)

Koschutnig 10.03.2018


Damit man’s nicht vergisst, wird ein Jahrhundert später dran erinnert (und auch daran, dass zum Unterschied vom Süddeutschen der Tiroler Küchel männlich ist):
Die Unterinntaler legten am Sonnwendabend einen Küchel neunmal in denselben Teig und buken ihn ebensooft. Dieser Küchel hieß "Neunhäutling".
source: Friedrich Haider, Tiroler Brauch im Jahreslauf (1985)

Koschutnig 10.03.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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