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Ko̲hlenraitung



periodische Abrechnung der (Holz-)Kohlenlieferungen


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: historisch
Kategorie: Arbeitswelt
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 27.12.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Manch einer mag in den vergangenen Tagen über dieses Wort gestolpert sein, wenn er Roseggers bekannte Weihnachtserzählung „Als ich Christtagsfreude holen ging" gelesen hat:
"Und wenn dir das Geld zu wenig wird, so bitte den Herrn Doppelreiter, er möchte die Sachen derweil borgen und zu Ostern, wenn die Kohlenraitung ist, wollte ich schon fleißig zahlen.
source: Peter Rosegger, . Waldheimat. Erzählungen aus der Jugendzeit. Neue Geschichten (1900)
Auch aus der Steiermark:

Die in jeder Kohlenraitung, d. i. alle 8 Wochen abgeführte Menge wird von der aus jedem Barm auf die einzelnen Werke entfallenden Quote in Abzug gebracht
source: Georg Göth, Vordernberg in der neuesten Zeit (1839)
Und aus dem Herrschaftsgebiet Steyr (woher die Steiermark ihren Namen hat):
Kohlzins-, Holzkohlen- und Kohlenraitungen 1607 – 1891
source: Oberösterreichisches Landesarchiv, Herrschaftsarchiv Steyr
In letzterem Archiv finden sich aber auch Hauswirtschafts-Raitungen, Stockrechtsraitungen, Zöchamtsraitungen sowie etliche gräfliche "Raitungen" über verschiedene Ausgaben, z. B. „Raitung über die 12 Reposteros (Tapisierien), die er in Brüssel anfertigen ließ“ .
Koschutnig 27.12.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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