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Bloßfüßiger. Bloßfüßerter


[ [''blo:s-fíəsiga, -'fiəsata] ]

schlechter Fußballspieler


Wortart: Substantiv
Tags: Fußballerjargon
Kategorie: Sport/Sportbegriffe
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 12.09.2016
Bekanntheit: 100%  
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Kommentare (2)


Aus einem Bozener Vortrag von Univ-Prof. Dr. Dr. h. c. Armin Burkhardt, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für deutsche Sprache:
Aufgrund der übereinstimmenden Fachsprache und des länderübergreifenden Charakters der Sportberichte und –reportagen sind die Fußballsprachen der drei deutschsprachigen Länder in großen Teilen gleich.
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede im jargonalen Bereich, der jeweils unterschiedlichen Dialekt-einflüssen unterliegt. So habe ich gelernt, dass man in Österreich (und dann wohl auch in Südtirol) für Trikot Laiberl sagt, dass man das Tor auch die Butte nennt, dass das Spiel vom Schwarzen und den Outwachlern geleitet wird, dass die Fußballer Bock [Fußballschuhe] tragende Ballesterer sind, dass schlechte Spieler auch Bloßfüßige [bloosfiassige, -fiassade], Blinde, Gescherte oder Holzgeschnitzte genannt werden und dass der linke, der rechte Furchler manchmal schreckliche Dribblanskis oder Rastellis sein können und selbst ein guter Zehner manchmal von einem Wadlbeißer an die Kette gelegt wird.
source: Südtiroler Kulturinstitut

Koschutnig 12.09.2016


Die Bezeichnung "Bloßfüßiger" ist im Fußball eigentlich ein böses, verbales Foul. Einer, der keine Schuhe trägt, kann nicht gut spielen. Das Bloßfüßige bekommt der indische Fußball nicht los. Seit dem Jahr 1950. Damals hatten sich die Inder zum ersten und einzigen Mal für eine WM qualifiziert, durften aber nicht antreten, weil sie barfuß spielen wollten.
source: KURIER.at, 12.10.2014

Koschutnig 16.11.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: UrImmun ÖDV NLP Österreichisch