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Gebnacht, Gömmacht ,Gönmacht, Gömmat, Gönnacht, Gömachten, Gennachten u.ä.



letzter (12.) Tag der Rauhnächte


Wortart: Substantiv
Tags: Tirol,u.a.
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 09.06.2016
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Man nannte diese letzte der drei Rauchnächte „Gebnacht", mundartlich „Gömachten". Jedes Jahr stieg sie zur Erde nieder, die geheimnisvolle Frau, umstrahlt vom Mythos der altgermanischen Göttin Berchta
source: Berta Margreiter, Die Heidin. Alpbachtaler Sagenbuch (1986)

Das spricht die volkstümliche Bezeichnung für den Vorabend vor Dreikönig, Gebnacht, unmittelbar aus; denn sie weist auf den Brauch des Gebens und Schenkens, der am Jahresbeginn schon bei alten Völkern geübt wurde, hin. Die Percht erhält Anteil am Kultmahl, die Jugend ihre Patengeschenke, das Feuer einen Löffel voll von jeder aufgetragenen Speise.
Im Oberinntal bedeutet „in die Gönnacht gehen", einem ein gutes Neujahr wünschen.
source: Anton Dörrer, Tiroler Fasnacht (1949)
] Zu Gömachten, d. i. am Abend vor hl. Dreikönigen war es Sitte, die Ueberbleibsel des Nachtmahles für die Perchtel auf dem Tische stehen zu lassen. Wenn die Leute zu Bette waren, kam sie mit ihren Kindern als ein steinaltes Weibchen und kostete von den Speisen.
source: Ignaz Vinzenz Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes
(1871)
"Gömmacht" oder "Gömmat ", Anm.: auch Gönnacht (Oberinntal) und Gennachten (Unterinntal)
.…
Die Ableitung dieses Wortes ist noch nicht ganz sichergestellt. Wahrscheinlich ist es nur die verstümmelte Form von Gebnacht, wie man ja noch im Wipptal diesen Ausdruck gebraucht … Dann wäre der Name von den guten Gaben abzuleiten, die man um diese Zeit den herumziehenden armen Leuten spendet. Möglich aber auch, daß die "Frau Gönnacht", welche ebenfalls urkundlich schon früh vorkommt, die Wurzel trägt und auf Goden- oder Gödennacht leitet, was allerdings, wie wir sehen werden, zum ganzen Charakter dieses Tages gut stimmen würde.
"Gömmachten" als Vorabend des Dreikönigsfestes ist zugleich die letzte sogenannte "große Rauchnacht" und wird deshalb mit besonderer Feierlichkeit begangen.
source: Ludwig von Hörmann, Tiroler Volksleben, Stuttgart 1909. Sagen.at

Noch heißt in bayrisch-österreichischen Landen vielfach die Vornacht des Dreikönigstages Gömnacht, Gönnacht oder Gömmat, wie auch die an jenem Abend zu München beginnende Dult im 17. und 18. Jahrhundert Gömnachtdult genannt wurde. Es ist die Gebenacht, in der man der gefürchteten Percht Speisen aufstellte, zum Teil noch aufstellt
source: Wilhelm Pessler, Handbuch der deutschen Volkskunde (1934)

Koschutnig 09.06.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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