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Wilde Gejaid, Gjaid, das

das,

die Wilde Jagd


Wortart: Wendung
Tags: Kärnten,Salzburg,OÖ,u.a.
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 01.02.2016
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (3)


Zum gestrigen Eintrag Gjaid (veraltend): ein Neutrum!

Das Kind im „Wilden Gjaid". Im unteren Lavanttale geht die Sage, dass jedes Kind, welches ungetauft stirbt, ins „Wilde Gjaid" aufgenommen wird. Nun war einmal ein Bauer, dem sein jüngstes Kind starb, ohne die Taufe zu empfangen…..
source: Georg Graber, Sagen aus Kärnten, 1944, S. 78
In den Waldschluchten um den Mondsee ist die wilde Jagd daheim. Zum Schutze gegen sie hacken die Holzknechte nach dem Fällen von Fichten drei Kreuze in die Schnittfläche des Stupfes. Es muss aber mit sechs Streichen gelingen, sonst ist es ein böses Vorzeichen und hilft nicht gegen das Wilde Gjaid
source: Leander Petzold, Sagen aus Oberösterreich, 1993
„Glück herein — Unglück hinaus, das Wilde Gjaid zieht um das Haus". Mit diesem Ruf zieht das „Wilde Gjaid", das sich oft auch mit der mythologischen Wilden Jagd identifiziert, durch Haus und Hof, die Dämonen des Winters und des Todes vertreibend .
source: Otto Swoboda, Lebendiges Brauchtum, 1970, S. 112

Koschutnig 01.02.2016


vgl. mit Eintrag vom Tage zuvor:
Gjaid*veraltend
shadow 02.02.2016


Gut zu wissen, wie man sich im Fall des Falles da verhält:
Holla Bua! sprach der Lieferinger zu sich selber, ... da ist gewiss das wilde Gejaid im Anzuge. ... Er streckte sich sogleich auf den Boden hin und legte Hände und Füße kreuzweis übereinander, und das wilde Gejaid fuhr ganz knapp über ihn vorbei mit erschrecklich verworrenem Geheul, Hundegebelle ... und ist ihm weiter nichts geschehen
source: Joh. Nep. Ritter von Alpenburg, Deutsche Alpensagen (1861)

Koschutnig 13.06.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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