0 stars - 3 reviews5


Schlenkeltag, Schlenkltag, Schlenggeltag



3. Februar


Wortart: Substantiv
Tags: T,Stmk,NÖ,OÖ,Sb
Kategorie: Arbeitswelt Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 31.08.2014
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Kommentare (1)


Strenggenommen hatte das bäuerliche Gesinde nur zwei Tage Jahresurlaub
vom Tag nach Maria Lichtmess (2. Februar), dem Schlenkeltag "im östlichen Tirol, in Salzburg, Teilen der westlichen Steiermark, aber auch in einzelnen Teilen von Oberösterreich und im nordöstlichen Niederösterreich" ( Österreichischer Volkskundeatlas, S. 21) bis zum Agathentag (5. Februar), um in dieser Zeit mitsamt seinen Habseligkeiten den Dienstherrn und den Arbeitsplatz zu wechseln.

Der Bayer Andreas Schmeller und der Tiroler Mundartforscher Johann Baptist Schöpf nennen schon früh im 19. Jh. das Verb „schlenkeln“ :
„besonders von Dienstboten, den Dienst wechseln, was meist zu M. Lichtmess geschah, weil bis zum Antritt des neuen Dienstes eine Zeit des Müßigganges liegt“ (Grimm'sches Wb.)

Offenbar dehnten die Leutchen diese Tage allerdings aus:
«Die Schlenkeltäge sind diejenigen Täge um Liechtmesz, an welchen die Dienstboten ihre Plätze wechseln, oder vilmehr etliche Tage vor und nach Liechtmesz beschäftigungslos herumschlenkeln, » definierte Anton Birlinger 1862 ("Volksthümliches aus Schwaben")
Koschutnig 31.08.2014





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: The Scrum Master Der NLP Master ÖDV NLP