0 stars - 6 reviews5

Unblachte

der,

"der Ungebleichte", Vorlauf: erstes, noch nicht klares, stark methanolhältiges Destillat bzw. einfach gebrannte Spirituose


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: anachoret
Erstellt am: 07.02.2010
Bekanntheit: 40%  
Bewertungen: 2 3

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Dieses Wort kann mit den Informationen auch als PDF ausgegeben werden: PDF von Unblachte

Kommentare (5)


1868 - 1975/79 - 2005
"Ein Amusement unterm Galgen? Gewiß, und noch dazu ein superbes! Das letzte »Volksfest« dieser Gattung fand in Wien am 30. Mai 1868 (zufällig am Namensfeste Kaiser Ferdinands des Gütigen) statt und galt dem Halse des dreiundzwanzigjährigen Raubmörders Georg Ratkay, eines freilich verwahrlosten Subjektes...Kluge Leute wandern deshalb bereits um die Mitternachtsstunde nach der Gratis-Galgenarena und okkupieren die strategischesten Punkte.... Und so war´s auch diesmal. Um ein Uhr nacht kamen sie angezogen in dichten Scharen, lachend und kreischend und johlend und jubilierend und lagerten sich im Grase. Es waren die »Habitués vom Galgenturf«, beiderlei Geschlechtes, konfiszierte Gesichter, Stammgäste der anrüchigsten Kneipen, stabile Insassen der schmutzigsten Höhlen des Elends und des Lasters, ein mixtum compositum aus der vielköpfigen Genossenschaft der Gauner, so daß man weiland Schufterles bekannten Bericht variieren und sagen konnte: Alles, was von der gewissen Sorte nicht in Zuchthäusern, Spitälern und sonstigen k.u.k. Besserungsanstalten gerade verwahrt gewesen, war der Hatz vorangezogen. Bis der Morgen graute, trieb das Gesindel den heillosesten Unfug. Als es endlich Tag ward, und die Verkäufer und Ständer kamen und ihre »Delinquentenwürstel«, »Armesünderbretzen«, ihren »Galgendanzinger« etc. ausriefen, da ging der Janhagel erst recht los, und die Tausende und Abertausende wurden so kreuzfidel, wie es seinerzeit auf dem Brigittenauer Kirchtage Mode war. »Was glauben S´ denn«, meinte ein Mann in Hemdärmeln, der seinen siebenjährigen Buben aus dem Schnapsflaschl trinken ließ, »was glauben S´ denn, so was sieht man nit alle Tag!« – »A Glasl Unblachten wett´ i, daß ´n nit padanir´n!« rief ein anderer und stieß mit seinem Stamperl an. – »Gilt!« war die Antwort. »Padanirt muß er werd´n, weil er a Ungar is, und weil s´ d´ Ebergeny a padanirt habn!« Quelle: Friedrich Schlögl (1821–1892): Wiener Blut und Wiener Luft. Skizzen aus dem alten Wien. Residenz-Verlag, 1997. "Mundl: Jetzt hau´n wir uns ein gepflegtes Bier in die Venen... Herr Ober, zwei Unblachte und zwei Seidel." Quelle: "Ein echter Wiener geht nicht unter" "Oba der Jörgl woa ja für die Türken.
Im ORF 1 hob ih den Jörgl am Brunnenmarkt gehn sehn, wie er die Türken mit : meine Freunde !begrüsst hot.Da Jörgl war bei unsan Branntinger und hot a poar Gschirrln gsoffen. Haum de wul nochher de Gschirrl ogwoschn? Nix hobns gwaschn, sondern alles vollgekotzt weils unsern Unblachten net vatrogn hobn." Quelle: Mehrere Postings vom 25. Dezember 2005 http://meidling-forum.at/forum/viewtopic.php?p=11139 -
anachoret 07.02.2010


Aus einem Forum:
owa da "brillant" is wos aundas!

und woos?? sogs... :confused:
...
klana tipp: is nix fia brustschwoche und kinda! ;)

na dann ist es Schnaps (oder?)

TATATTATAAAAAA!!!

darodn! :D
a brillant is a unblachter, meistens a zwetschkerner wanns noblich zuageht beim wirschtlsiada.
wann der herr wurstfachverkäufer owa a nebbuchant is hod er nur an büllichn obstler parat.

eh......... :D
http://www.parents.at/forum/archive/index.php/t-91854.html
JoDo 07.02.2010


Bei der Gelegenheit
wurde eigentlich nach einem ´Brillant´ gefragt. Den kenne wiederum ich nicht (wenn es auch im thread herauszuahnen war).
Wer weiß mehr?
JoDo 07.02.2010


Bunu hic duymadim...
Mahmut 11.03.2010


@Mahmut: Dass du das Wort noch nie gehört oder gelesen hast...
ist eine Sache, dass du daraus schließt, dass es
a) falsch geschrieben oder fehlerhaft übersetzt ist
b) ganz sicher kein österreichspezfischer Ausdruck ist oder in überhaupt keiner Sprache als bedeutungsvolle Lautfolge oder Zeichenkette existiert,
eine gänzlich andere.
Diese Unterschiede und die beigebrachten Belege für die Existenz des Wortes bei einer Bewertung bitte berücksichtigen!
Danke.
anachoret 11.03.2010





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das österreichische Deutsch, oder einfach Österreichisch, zeichnet sich durch besondere Merkmale aus. Es besitzt einen einzigartigen Wortschatz, bekannt als Austriazismen, sowie charakteristische Redewendungen.

Die Eigenarten von österreichischem Deutsch gehen jedoch über den Wortschatz hinaus. Sie erstrecken sich auf Grammatik und Aussprache, inklusive der Phonologie und Intonation. Darüber hinaus finden sich Eigenheiten in der Rechtschreibung, wobei die Reform von 1996 gewisse Grenzen setzt.

Das Standarddeutsch des Österreichischen ist von der Umgangssprache und den in Österreich gebräuchlichen Dialekten, wie den bairischen und alemannischen, klar abzugrenzen.

Dieses Online Wörterbuch der österreichischen Sprache hat keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern versucht eine möglichst umfangreiche Sammlung an unterschiedlichen Sprachvarianten in Österreich zu sammeln.

Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Dienste sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als Standardwerk oder Regelwerk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.