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Schönbrunner Gelb

das, -s, ---

Goldocker


Wortart: Substantiv
Kategorie: Technische Begriffe
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 21.07.2009
Bekanntheit: 38%  
Bewertungen: 4 4

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Kommentare (3)


27.7.14: Mein urpr. Kommentar hier ist - wie auch zahlreiche andere erklärende von mir und auch der folgende von compy - von fremder Hand gelöscht worden!

Kaiser Joseph II. ordnete um 1780 zur Unterstützung des Absatzes seiner böhmischen Ockergruben an, dass alle staatlichen Bauten und Bauwerke des Kaiserhauses in jenem aus Frankreich stammenden Barockgelb zu färbeln sei, das seinen Namen dann nach der Farbe des größten der habsburgischen Prunkbauten, des Schlosses Schönbrunn, erhalten hat. (s. S. 14 : http://www.friedmund-hueber.at/FGMA19a.pdf)

"Fassaden in Schönbrunner Gelb gehören zu Wien wie das Krügerl zum Wiener Schnitzel." (stadtbekannt.at)
Koschutnig 21.07.2009



Compy54 22.07.2009


DIE WEITE REISE DES SCHÖNBRUNNER GELBS
« Fassaden in Schönbrunner Gelb gehören zu Wien wie das Krügerl zum Wiener Schnitzel." Ursprünglich erstrahlte das Schloss Schönbrunn, die kaiserliche Sommerresidenz, nach einigen Farbirrungen- und wirrungen (eine Zeit lang war das Schloss sogar… rosa) in dem satten, erdigen Gelbton, daher leitet sich auch, nomen est omen, der Name Schönbrunner Gelb als Farbbezeichnung ab. ...
Der Gelbton stand damals für Glanz und Gloria der Monarchie und bezog sich bewusst auf das Schwarz-Gelb im Habsburgerwappen, das sich wiederum auf die Farben des Römischen Reiches bezog. Im Prinzip war das Schönbrunner Gelb ein äußerst perfider Marketing-Streich: Indem das Habsburger-"Streich" nun die kaiserliche Sommerresidenz in ockerfarbenem Glanz erstrahlen ließ, wurden nicht nur sämtliche offiziellen Amtsgebäude in Schönbrunner Gelb gestrichen, sondern auch das Bürgertum wollte etwas kaiserlichen Glanz sein Eigen nennen und so wurde die Farbe spätestens seit 1918, dem Ende der Monarchie, 12.3.14 weltberühmt.» (15. JULI 2013 , stadtbekannt.at )
Koschutnig 27.07.2014





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich verwendeten sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Betonung entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Vokabulars alles rund um die Küche.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Eingang in die Schriftsprache.