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Sprung

der,
[ an Sprung wohin machen ]

ein Weilchen , siehe Kommentar


Wortart: Substantiv
Kategorie: Zwischenmenschliches Zeitangaben
Erstellt von: Amalia
Erstellt am: 13.10.2007
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 2 0

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Kommentare (5)


Als ich das letzte mal einen *Sprung* (kurze Zeit) zu meiner Freundin fahren wollte, wurden 9 Stunden daraus
Wer könnte das besser erklären als der Prokopetz, der mit dem Hupfer dasselbe meint.

Ja selbst, daß jemand bei einem auf einen Hupfer vorbeischaut und nur fünf Minuten bleibt, stört selbst nach zwei Stunden noch niemanden. Etwas schwieriger wird es dann, wenn man nur um ein Äuzerl danebenliegt. Kann man auch um zwei Äuzerln danebenliegen? Waren in grauer Vorzeit zehn Äuzerln ein Alz? Und wenn etwas um hundert Alz verfehlt wurde, kann man dann schon von um ein Haus reden? Und ab wann darf man mit einer wegwerfenden Handbewegung ausrufen: No, um Eckhäuser daneben, um Eckhäuser!"
Die österreichische Seele neigt aber auch dazu, alles was groß, häßlich oder ungesund ist, beschönigend zu verkleinern. Da wird ein Vollrausch zum Rauscherl oder gar zum Spitzerl, weil man ja bloß ein Schluckerl getrunken hat. "Die größte Sau ist ein Schweinderl, und wenn jemand seine Zähne ins Fleisch eines Stelzenknochens schlägt, so tut er Beindi abnagen. Ein ausufernder Hintern kann ohne weiteres ein Popscherl sein, und selbst ein ausgewachsener Furz wird als Putschi geradezu verhätschelt."

http://www.literaturhaus.at/buch/hoerbuch/rez/prokopetz/
Amalia 13.10.2007


Ah, deshalb hast du "unbestimmte Zeitangabe" geschrieben.
Ich kenne solche "Sprüngerln" natürlich auch. Dennoch würde ich meinen, dass eigentlich mit "auf einen Sprung" ein kurzes Weilchen gemeint ist, für das man sich irgendwohin begibt. Das Prokopetz-Zitat ist umwerfend!
Brezi 13.10.2007


@brezerl, ich habe die Übersetzung geändert
und noch ein Beispiel: der Mann sagt am Abend zur Ehefrau: i geh no an Sprung zum Wirtn. Sie daraufhin: Aha, seh ich dich heute noch? :-))
Amalia 14.10.2007


Fein, dass mein Vorschlag aufgegriffen wurde!
Brezi 20.10.2007


wobei das sprümgerl...
...beim wirtn noch gefährlicher hinsichtlich seiner tatsächlichen verweildauer ist *g*, da trifft man(n) dann meist noch wen...
wuppl 20.10.2007





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Die Technikwerker Atlas Body Center Der Scrum Master