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Viertelanschluß



Telefonschluß den sich vier Haushalte teilen


Erstellt von: System32
Erstellt am: 08.06.2005
Bekanntheit: 77%  
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Kommentare (5)


gab es in Wien definitiv bis Anfang der 80er Jahre
An das Vierteltelefon od. den Viertler kann ich mich dunkel erinnern (Kindheitserinnerungen). Tatsächlich war diese Art Telefonanschluß in Ö sehr lange in Betrieb. An der Wand befand sich ein Kasten mit mehreren Relais. Nach dem Abheben mußte man einen Knopf am Telefonapparat drücken, daraufhin klapperten die Relais laut (dies diente u.a. zur Sperrung der anderen 3 Teilnehmer). Ebenso konnte man am "Klappergeräusch" der Relais bereits vor dem Klingeln erkennen, daß man angerufen wird. Auch den Schaltvorgang des Sperrens der eigenen Leitung (wenn einer der 3 anderen Teilnehmer telefonierte) konnte man deutlich hören.

Ein GANZES TELEFON war dann die Vollendung,
wenn man es geschafft hatte, eine Leitung für sich allein zu bekommen.
(Viertel, Halbes, Ganzes Telefon)
Also evtl. auch noch Vierteltelefon und ganzes Telefon eintragen.
rolandschweiger 22.08.2007


Lebendig beschreiben,
aber es fehlt etwas: das gedämpfte Klicken aus dem Kasterl, das anzeigte, dass einer der Nachbarn zu telefonieren begonnen hat und man nicht "hinaus" kann. In Erinnerung habe ich auch die Behauptung, dass der Name irreführend ist, weil gar nicht vier, sondern nur drei Haushalte dran hängen (gehängt sind).
klaser 23.08.2007


"Stadt Basel, Viertelanschluss Kleinhüningen"
Staunen über die Schweizer? - Gemeint ist allerdings der Anschluss eines Stadtviertels an das Autobahnnetz!
@ JoDo u.a.
Bitte "-ß" im Eintrag auf -ss ändern (wegen "Wortsuche"!), "Telefonschluß" in der Übersetzung korrigieren und "historisch" hinzufügen.
Koschutnig 27.01.2010


Ein österreichisches Spezifikum
Von Telekom Austria:

Da die Nachfrage nach Telefonanschlüssen die technischen Möglichkeiten bei weitem überstieg, wurden vor allem in Ballungszentren die so genannten Gesellschaftsanschlüsse eingeführt – im Volksmund „Viertelanschluss“ genannt. Im Raum Linz gab es sogar „Achtelanschlüsse“, in ländlichen Gebieten den „Zweier-Anschluss“.[...]









Grundsätzlich war die Einführung der Gesellschaftsanschlüsse eine begrüßenswerte Initiative, um [...]möglichst schnell alle Haushalte mit einem Telefonanschluss zu versorgen. In der Praxis freilich funktionierte ein Viertelanschluss nur dann zur Zufriedenheit aller Teilnehmer, wenn kein „Dauertelefonierer“ dabei war.[...] .






Der Viertelanschluss als eine rein österreichische Entwicklung ist heute nur noch ein denkwürdiges Detail der heimischen Fernmeldegeschichte. [...]

1986, am Beginn der Digitalisierung, gab es in Österreich noch rund 1,5 Millionen Gemeinschaftsanschlüsse. Das waren 56,3 % aller an das Festnetz angeschalteten Teilnehmer. Noch 1993 mussten 885.000 Teilnehmer auf ihren Einzelanschluss warten.[...]

Am Weihnachtstag 1999 ging mit der Umschaltung der letzten analogen Teilnehmer auf das neue, digitale Telefonsystem OES auch die Ära der Vierteltelefone für immer zu Ende.
http://tinyurl.com/yhk86nm
Koschutnig 27.01.2010


An die Nachgeborenen:
Also - Den Großteil meines Lebens erlebte ich OHNE Mobiltelefon sprich Händi.
Noch sehr lebendig ist mir die Erinnerung an die Viertelleitung. Wenn ein Anruf hereinkam gab es immer das Ratespiel: kommt er zu uns oder nicht? Erkennbar war das an dem Tuk-Tuk. Kam es zweimal, dann war ein anderer dran, kam es dreimal, dann waren es wir.
Unvergesslich waren mir die Achtzigerjahre, als in dem Häuserblock, in dem ich arbeitete, sich ein Postamt befand, das gerade auf OES-Digitaltelefonie umgestellt wurde. Ein unbeschreiblicher Lärm prägte den Arbeitsalltag.
Unverständlich für mich ist die Tatsache, dass gerade dann, als das System endlich ansprechende Qualitäten aufzuweisen hatte, es für die Allgemeinheit nicht mehr attraktiv empfunden wurde.
JoDo 27.01.2010





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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