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etepetete : pingelig


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etepetete

pingelig


Erstellt von: evemax am Sep.2006


Links: Österreichisches Wörterbuch : etepetete

  


Bewertungen (4)



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ich finde dazu bei Google eigentlich nur .de Einträge auf der ersten Seite
von HeleneT am Sep.2006

 
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Mir ist das
eher in den Bedeutungen: "auf Wohlanständigkeit bedacht", "von übertriebener Ordnungsliebe" bekannt.
von JoDo am Dec.2011

 
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Eher aus Berlin als aus Österreich!
Unbekannte Herkunft. Nach Wiktionary (u.a.):

"wahrscheinlich eine ursprünglich berlinische Bildung zu nord- und niederdeutsch öte „geziert“, wohl unter Einfluss von französisch peut-être"* Erdmann Graeser (Berliner, † 1937): "Lemkes sel. Witwe"(1908): Nur Tante Liese, Onkel Augusts Frau, hatte etwas auf ihrem Teller liegenlassen. »Die tut immer 'n bißken etepetete, schon wejen ihren Mann, weil er so ville vertilcht!«* Aus Heinrich Conrads (dt. Schriftsteller u. Übersetzer), † 1919) sehr unösterr. Aretino-Übersetzung: "pomadenduftend, etepetete wie 'n Boden von 'nem Nachttopf" * Jakob Wassermann (Bayer, † 1934), "Christian Wahnschaffe"(1919):Ja, es habe auch Jungfern. Gewiß habe es das. Aber es sei mickriges Zeug, Ramsch sei das, Pofelware. Das quaßle von Ausgang und Kostfrau, von Heiraten und Möbelanschaffen und sei am dritten Sonntag schon gelehrig wie 'n Pudel. [...] Und sei es mal was Höheres, so sei es doch das Höchste nicht; das ziere sich, koofmich und etepetete, da sei keine Natur mehr drin und keine Ehrlichkeit, man müsse sie erst kuranzen und kirre machen, und wenn sie es mit der Angst vor dem dicken Bauch bekämen, dann kriegte man den Frost in Koppe und möchte sie am liebsten massakrieren.


* Frank Wedekind (Hannoveraner, † 1918), "Der Marquis von Keith" (1901): Anna: "Sehen Sie, ich teile die Menschen in zwei große Klassen. Die einen sind hopp-hopp, und die andern sind etepetete." --
Hermann: "Ich bin Ihrer Ansicht nach natürlich etepetete."
--

Anna: "Wenn Sie nicht einmal sagen dürfen, wozu Sie all das viele Geld nötig haben..." --

Hermann: "Jedenfalls nicht, weil ich etepetete bin!"



von Koschutnig am Dec.2011

 
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Das Adjektiv und Adverb "etepetete" [eːtəpəˈteːtə] ist im gesamten deutschsprachigen Raum umgangssprachlich für gmd. "geziert, zimperlich, eigen; übertrieben fein, steif und konventionell". (Duden)
.
von Standard am 13.Jul.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.