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Schleich : Schleichhandel, Schwarzmarkt


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Schle͟ich

der
Schleichhandel, Schwarzmarkt


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Veraltet, Historisch

Erstellt von: HeleneT am May.2006

Region: Wien 19, Döbling (Wien)

Ähnlich klingend:                

Links: Österreichisches Wörterbuch : Schleich V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (10)



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zur Herkunft
Meines Erachtens hat diese Abkürzung für 'Schleichhandel' nichts mit 'erschleichen' zu tun. Man hat sich ja eigentlich auch nichts erschlichen, sondern im Gegenteil meist einen viel zu hohen Gegenwert geleistet. Und noch eine Muss-Ergänzung: Die Söhne von Paula v. Preradovic, der Dichterin unserer Bundeshymne (Fritz und Otto Molden) sind ihrer Mutter mit einer Parodie auf ihr Werk ziemlich in den Rücken gefallen: Land der Erbsen, Land der Bohnen, Land der vier Besatzungszonen, wir verkaufen dich im Schleich, vielgeliebtes Österreich. Ich hätte mich nicht getraut, das hierherzuschreiben, wenn es nicht einer der Moldens selbst im Fernsehen erzählt hätte.
von Brezi am May.2007

 
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Unter einem Schwarzmarkt
(öst. auch Schleichhandel oder Agiotage) versteht man ganz allgemein einen illegalen Markt. Auf einem solchen werden knappe, vom Staat preislich fixierte oder durch Umgehung von Steuern u. ä. teilweise erheblich vergünstigte Güter gehandelt. Weiterhin entwickeln sich Schwarzmärkte für verbotene Güter, wie z. B. Drogen oder Waffen. etc. http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzmarkt
von JoDo am May.2007

 
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    Dieser Begriff wurde besonders in den Nachkriegsjahren nach dem 2. Weltkrieg verwendet.
von Russi am 05.Mar.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.