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Perlaggen : Tiroler Kartenspiel


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Perlaggen

[ per'lågŋ̍ ]
Tiroler Kartenspiel


Art des Wortes: Substantiv

Tags: tirolerisch

Erstellt von: Koschutnig am 16.Sep.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Dialekt

Links: Österreichisches Wörterbuch : Perlaggen V W

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Bekanntheit

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„Perlaggen“ ist jedoch nicht nur die jetzt übliche Bezeichnung für das Kartenspiel, sondern auch der Plural jener beonderen Karten, von denen das Spiel nun seinen Namen hat:
Die höchste Karte ist der Trumpf-König, dann kommt der Siebener oder Spitz, dann der Ober, zuletzt der Unter. Diese vier nennt man die Perlaggen. Hierüber gibt es viele Variationen; in einigen Orten spielt man blos mit einem Perlagg, in anderen mit mehreren, sogar mit sieben.
Quelle: Das Tiroler National- oder Perlagg-Spiel (1853)

Über den Singular und das Genus der Perlaggen waren sich die Tiroler allerdings nie völlig einig:
Maskulin und endungslos -
Er muss beim Herunterlegen den Perlagg taufen.
Quelle: Das Tiroler National- oder Perlagg-Spiel (1853)
-
oder feminin mit Endung -e
Bald übersah er einen Hanger oder ein Gleich, dann warf er wieder eine Perlagge aus, wenn schon der Küchelbauer im Stich war
Quelle: Karl Schönherr, Gesammelte Werke Band 1 (1919)
-?

Ein Wunder ist dies ja nicht, las man doch schon 1863 im „Pustertaler Boten“:
ich sag Dir's unumwunden, das Perlaggen ist ein zänkisches Spiel
Quelle: Pustertaler Bote, 23.1.1863
Alt ist und gern wiederholt wird der Spruch:
„Gottes Wort und Perlaggerstreit
währen fort in Ewigkeit.“
von Koschutnig am 16.Sep.

 


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