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Gaischütz(e) : Brotauslieferer


-1

Ga͟ischütz(e)

der, -en, -en
Brotauslieferer


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Arbeitswelt, Amts- und Juristensprache

Tags: steirisch veraltet historisch

Erstellt von: Koschutnig am 23.Aug.

Gebrauch: Umgangssprache

Ähnlich klingend:        

Links: Österreichisches Wörterbuch : Gaischütz(e) V W

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Bekanntheit

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s. Gai
Zu meiner Schulzeit war er als Gaischütz (Brotausträger) für den Bäckermeister Kürzl tätig. Er trug täglich mit einer Kraxe auf dem Rücken die Semmeln, Wecken und Brotlaibe zu den Dorfgasthäusern und Bauern.
Quelle: Alois Puntigam, ‎Anton Tropper, Gnas im Wandel der Zeit (2004)
der Zenzl muss hinein zur Verhandlung, weil er dem Stegbäcken sein Gaischütz so geprügelt hat. Bei der Verhandlung kriegt er 48 Stunden Arrest wegen Körperbeschädigung und außerdem muss er dem Gaischütz noch zehn Gulden Schmerzensgeld zahlen.
Quelle: Roseggers Heimgarten 22 (1898)
Jedenfalls muss ebenso als ein Fall von Lohnhausiererei das Hausieren der Gaischützen angesehen werden. Ihr Geldlohn richtet sich nach der Menge des von ihnen täglich verkauften Brotes; außer dem Quartier und der Verpflegung erhält ein Gaischütz 10 Prozent des Erlöses des abgesetzten Brotes.
Quelle: Untersuchungen über die Lage des Hausiergewerbes in Österreich (1899)
[quote: Ingo Mirsch, Die Geschichte der Gemeinde Fernitz (2005):https://tinyurl.com/ydhbtlgx 1925 wurde ein Zubau errichtet, in dem die neue Bäckerei mit einem Dampfbackofen, einer Drehhebelknetmaschine sowie einer Handteilmaschine untergebracht wurde. Auch wurde damals mit der Zustellung an Wiederverkäufer mit einem geschlossenen Brotwagen, pferdebespannt, begonnen.
Bis dahin genügte der kraxentragende Gaischütz, der, schwer beladen über Berg und Tal wandernd, Bauern, Arbeiter und Bürger mit frischer duftender Backware erfreute.[/quote]
von Koschutnig am 23.Aug.

 


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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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