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Anlangen : Antrag


-1

Ạnlangen

das, -s, -
Antrag


Art des Wortes: Substantiv

Tags: amtssprachlich veraltet

Erstellt von: Koschutnig am Dec.2017

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Ähnlich klingend:    

Links: Österreichisches Wörterbuch : Anlangen V W

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Bekanntheit

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Schon im 18. Jh. fiel einem deutschen Reisenden dieses Wort der österr. Rechtssprache auf:
Verzeichniß östreich. Provinzialwörter
das Anlangen, (in Gerichtshöfen) das Ansuchen
Quelle: Friedrich Nicolai, Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781 (1785)
Es geistert immer noch durch Österreichs Gesetzeswelt:
Unter diesen Voraussetzungen ist es den Untersuchungsanstalten auch gestattet, über Anlangen von autonomen Körperschaften oder Privaten Untersuchungen und Begutachtungen der im Absatz 1 erwähnten Art zu übernehmen.
Quelle: Rechtsvorschrift für Untersuchungsanstalten für Lebensmittel, §2 (2), Fassung vom 31.12.1999 - RIS
Artikel IV. Die Zivilstandesurkunden, deren Beschaffung von der einen oder der anderen Seite auf Anlangen von Privatpersonen angesprochen wird, die nicht ein Mittellosigkeitszeugnis beibringen, bleiben den in dem betreffenden Staate hiefür zu entrichtenden Gebühren unterworfen.
Quelle: Gesamte Rechtsvorschrift für Zivilstandesurkunden - Mitteilung (Norwegen), Fassung vom 15.12.2017
wie einst:
Maria Ursula Abbrederis von Rankweil wird schon seit mehr als 30 Jahren vermisst, Dieselbe wird daher auf Anlangen ihrer eventuellen Erben aufgefordert, binnen Jahresfrist um so gewisser entweder persönlich zu erscheinen, oder aber das unterfertigte Gericht auf eine andere Art von ihrem Leben und Aufenthalte in Kenntniß zu setzen, widrigens man nach Ablauf dieser Frist auf weiteres Anlangen der Erben zu ihrer Todeserklärung schreiten würde.
Quelle: Feldkircher Wochenblatt 33. Jg. , 31.8.1841
Verlassenschaftsabhandlungen auf dem Lande (1843)"> Das Anlangen der Partheien geschieht entweder mündlich oder schriftlich, auch schon in der Erbserklärung, oder in einem abgesonderten Gesuche.
Quelle: F I. Schopf, Das gesetzliche Verfahren bei Verlassenschaftsabhandlungen auf dem Lande (1843)

von Koschutnig am Dec.2017

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.