Landesverweisung : Ausweisung


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Landesverweisung

die, -, -en
Ausweisung


Art des Wortes: Substantiv

Tags: rechtssprachlich

Erstellt von: Koschutnig am 20.Nov.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Landesverweisung V W

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Bekanntheit

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Landesverweisung, die
Wortart: Substantiv, feminin
Gebrauch: österreichisch, schweizerisch
BEDEUTUNG:Ausweisung
Quelle: Duden online
Obschon Duden hier unter „Gebrauch“ „österreichisch" an die erste Stelle setzt, ist es nur in der Schweiz ein gängiger Begriff (wie auch der „Landesverweis“).
Für Österreich hatte die „Landesverweisung“ allerdings eine ganz besondere Bedeutung:
Gesetz vom 3. April 1919, betreffend die Landesverweisung und die Übernahme des Vermögens des Hauses Habsburg-Lothringen.
Quelle: Habsburgergesetz, RIS
Die Landesverweisung hatte zuletzt noch für die beiden Kaisersöhne Felix und Carl-Ludwig gegolten; Sie hatten in ihrem österreichischen Reisepass den Vermerk, dass dieser für alle Länder der Welt - nur nicht für Österreich - gültig sei. Otto Habsburg durfte schon länger einreisen, weil er 1961 die Erklärung abgegeben hatte, auf alle Herrschaftsansprüche zu verzichten.
Quelle: Kronenzeitung.at, 04.07.2011
Vor 50 Jahren streikten tausende Österreicher, die Große Koalition schlitterte in eine arge Krise. Der Grund: ein Pass für Otto von Habsburg.[...]
Habsburg überwand sich und gab am 31. Mai 1961 seine Verzichtserklärung, gerichtet an Kanzler Alfons Gorbach, ab.[..] Daraufhin ersuchte Habsburg die Regierung, nun die über ihn verhängte Landesverweisung aufzuheben [...] der Verwaltungsgerichtshof gab Habsburg im Mai 1963 recht, die Landesverweisung sei aufzuheben.[...] Erst am 31. Oktober 1966 reiste er erstmals wieder nach Österreich ein - und bekam die ungehaltene Stimmung zu spüren. Rund 250.000 Arbeitnehmer traten in den Streik.
Quelle: Die Presse.com, 01.06.2016

von Koschutnig am 20.Nov.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.