cisleithanisch : bezogen auf den westlichen Teil von...


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cisleithanisch

[ tsislaitániš ]
bezogen auf den westlichen Teil von Österreich-Ungarn


Art des Wortes: Adjektiv

Tags: historisch

Erstellt von: Koschutnig am 08.Mar.


Links: Österreichisches Wörterbuch : cisleithanisch

  


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"auf dieser Seite der Leitha", des ehem. Grenzflusses zw. Österreich und Ungarn, ehe ein Teil von Westungarn, das spätere "Burgenland", 1921 zu Österreich kam.
Für die cisleithanisch gemeinsamen, in die Kompetenz des Deputiertenkongresses fallenden Angelegenheiten war auch eine cisleithanische Regierung, bestehend aus Ressort- und aus Länderministern vorgesehen.
Quelle: Albert Schäffle, Aus meinem Leben (19o5)
Derbedeutende cisleithanische Civilpensionsetat (12 Millionen) erklärt sich bei dem keineswegs splendiden Pensionsnormale nur durch die große Anzahl der Pensionisten — die sich auf die respectable Ziffer 75.000 erhebt.
Quelle: Die Verwaltungskosten und Steuerleistungen der cisleithanischen Länder
(1875)
Die siegreichen Liberalen der Dezemberverfassung von 1 867 waren von der Wurzel her ein buntes Gemisch von Fraktionen: Deutsche Gesamtstaatszentralisten, cisleithanisch-zentralistische Dualismusliberale, cisleithanisch-föderalistische Dualismusliberale oder cisleithanisch-zentralistische Deutschliberale segelten unter dem siegreichen Banner des Liberalismus
Quelle: Primus-Heinz Kucher, Adolf Ritter von Tschabuschnigg (1809-1877). Literatur und Politik zwischen Vormärz und Neoabsolutismus (2006)
Die Edition der österreichisch-cisleithanischen Ministerratsprotokolle umfasst das halbe Jahrhundert vom österreichisch-ungarischen Ausgleich im Jahr 1867 bis zum Ende der Monarchie im November 1918.[...] Leider gehören die österreichisch-cisleithanischen Ministerratsprotokolle zu den 1927 beim Brand des Justizpalastes stark in Mitleidenschaft gezogenen so genannten Brandakten
Quelle: Ministerratsprotokolle.at

von Koschutnig am 08.Mar.

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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