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Dreiviertel eins, Dreiviertel zwei, usw : 12:45, 13:45, usw


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Dreiviertel eins, Dreiviertel zwei, usw

12:45, 13:45, usw


Erstellt von: pedrito am Jan.2006


Links: Österreichisches Wörterbuch : Dreiviertel eins, Dreiviertel zwei, usw

  


Bewertungen (3)



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Zeit,
Ich denke diese Art die Zeit anzugeben ist eher nur in Graz üblich...
von pedrito am Jan.2006

 
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nicht nur in Graz...
"Dreiviertel eins" usw. sagt man nicht nur in Graz, sondern gelegentlich sogar außerhalb des österr.-bair. Sprachraums anzutreffen! "Viertel vor eins" hingegen würde ich als un-österreichisch einstufen. "12:45" sagt wirklich niemand außer der Zeitansage, nicht mal in Deutschland.
von System am Feb.2006

 
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gehört hier nicht her
Dieser lexikalische Eintrag ist hier fehl am Platze. Die normale "informelle" (gemeint ist die nicht-technische, normalsprachliche) Zeitangabe im Deutschen ist viertel / halb / dreiviertel zwei (und nicht "gelegentlich anzutreffen"). Durch Diffusion aus den westlich des deutschen Sprachraums gelegenen Sprachen ist *nur* in Nordwestdeutschland "viertel vor" und "viertel nach" verbreitet, und "viertel/dreiviertel" wird schwer oder gar nicht verstanden. Mediensprache ist aber absurderweise "viertel-vor-nach", und in den Kinderbuchverlagen wird kein Buch mit der eigentlich verbreiteteren Form herausgegeben! Dies könnte den besagten Irrtum befördert haben. Es handelt sich also um keinen Austriazismus. In Österreich lokal anzutreffen dagegen sind alte Bezeichnungen wie "viertel auf zwei", die aber anscheinend zugunsten "viertel vor zwei" aussterben.
von System am Apr.2007

 
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Auch wir Sachsen sagen die Zeit so an,
und das führt bei manchen Nachbarn, vor allem denen aus den westlichen Bundesländern, zu Missverständnissen.
von Compy am Dec.2013

 
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Vergleiche:
Viertel üba zwöfe
von JoDo am May.2014

 
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Diese Art der Zeitangabe
wird meinen Informationen nach "oberzählig" genannt, das heißt, dass nach Ablauf einer vollen Stunde die nächste "angezählt" wird. Möglicherweise hängt das mit der Art des Uhrschlags einer Turmuhr zusammen, die ja auch die ansteigenden Vertelstunden mit einem, zwei, drei und zuletzt vier Glockenschlägen anzeigt.
"Der Uhrschlag wird … mit einem Schlagwerk ausgeführt. Es erklingen dazu zwei unterschiedliche Glocken, die Läuteordnung variiert leicht von Ort zu Ort, lautet aber in der Regel wie folgt: Die erste (tonhöhere) Glocke wird für jede Viertelstunde innerhalb der angebrochenen Stunde je einmal angeschlagen, also 1x für viertel, 2x für halb, 3x für dreiviertel. Das ist der Dreiviertelschlag. Die volle Stunde wird durch vier Schläge bezeichnet, diese können aber auch weggelassen werden."
http://www.foryourstyle.de/glossar/Dreiviertelschlag.html
von JoDo am May.2014

 
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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.