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Mullatschag : ausgelassenes Fest


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Mullatschag

der
ausgelassenes Fest


Art des Wortes: Substantiv

Tags: Wien u.a.

Erstellt von: Koschutnig am 20.Nov.


Ähnlich klingend:        

Links: Österreichisches Wörterbuch : Mullatschag

  


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»Was habe ich gesagt, es wird ein Mullatschag «, strahlte der Legationsrat und versuchte dem Botschafter zu erklären, daß mulatság eine in der ungarischen Tiefebene geborene, in gemilderter Formin Wien als Mullatschag übernommene Art von zuügellosem Fest sei. … »Seine Hand ist schon an meinem Strumpfband«, flüsterte Helen Anna verstohlen zu
Quelle: Hanna Molden, „Kurakin“ (1996)
Die phantasielose Suchfunktion macht die 3. Schreibung erforderlich, denn diese ist eine sehr verbreitete Form. In den Kommentaren zu den beiden anderen Einträgen wird vieles reichlich erklärt, und XOX möge auch bitte den Inhalt des von ihm gelöschten Kommentars wiedergeben.
Da bereits während des Tages einzelne kulturelle Darbietungen stattfanden, entstand auf diesem Wege ein faszinierender "Mullatschag ", der sich gegen Abend hin zum Höhepunkt des jeweiligen Tages, dem gemeinsamen "Jammen" der verschiedenen Kulturen und BesucherInnen mit Open-End, entwickelte.
Quelle: GRazo3.at
ÖSTERREICHISCH FÜR FORTGESCHRITTENE […] Der Mullatschag ist ein ausgelassenes Fest, bei dem gern auch Porzellan oder Glas zu Bruch gehen darf; seinen Ursprung hat es im Ungarischen.
Quelle: taz, Berlin 30.06.2008
Sooft Oberleutnant Zelnik auf früheren Spaziergängen militärische Ausdrücke angewendet hatte, war Hugo ganz Ohr gewesen. Wie schneidig klang es, wenn er einen eigenen Irrtum durch das Wort ›herstellt‹ sogleich widerrief. ›Mischung‹, ›Mullatschag‹, ›Durchmarsch‹, in diesen dunklen Begriffen klirrten Waffen und Champagnergläser.
Quelle: Franz Werfel,Kleine Verhältnisse (1926)
Wir] haben uns für ein Hideaway-Weekend an exklusiver Adresse statt einem Riesenfestl mit Mullatschag entschieden.
Quelle: Silberhochzeit beim Döllerer
Na, wart, vorher organisierst mir an feschen Mullatschag für morgen am Abend. Jetzt kannst in Gatsch hupfn.« Er unterbrach die Verbindung
Quelle: John Aysa, Wiener Weltuntergang. Frühling der Toten. Ein Zombieroman (2014)

von Koschutnig am 20.Nov.

 
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Na, da hat die Abwerter-Socketpuppe Nick323466, die jetzt im Nov. offenbar nur zum Abwerten gebastelt worden ist und mit den 17 (siebzehn!) Negativ-Beurteilungen von heut nicht zum 1. Mal mit XOX alterniert, hier aber eine originelle Begründung gefunden: "von ungarn muladsag daher ein L besser". Da wär's toll, würd er/sie/es (das Nickerl) aber auch "Tolpatsch" immer noch mit einem L schreiben, wie's vor der Rechtschreibreform "ungarisch" richtig war, und wird er/sie/es wohl alle andern Fremdwörter so schreiben, wie sie in der Herkunftsprache geschrieben werden, Liqueur z.B. ? Ich hab den Eintrag so geschrieben, wie er in der österr. Lit. häufig zu finden ist und hab im Kommentar das Warum erklärt.

Danke übrigens, XOX, dass der Kommentar stehnbleiben durfte! Kannst du den beim "Mulatschak" gelöschten wiederholen ? Ihn wieder holen ist ja derzeit nicht möglich.
von Koschutnig am 29.Nov.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.