5 stars - 1 reviews5

Schwarzplentenknödel, Schwarzplentener... : Buchweizenkloß


+1

Schwarzplentenknödel, Schwarzplentener Knödel

der
Buchweizenkloß


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Essen und Trinken

Tags: (Süd-)Tirol

Erstellt von: Koschutnig am 27.Oct.


Links: Österreichisches Wörterbuch : Schwarzplentenknödel, Schwarzplentener Knödel

  


Änderungen (1)


Bewertungen (1)



0
Goethe glaubte auf seiner italienischen Reise, bei den Buchweizenessern in Tirol und Südtirol eine bleiche Gesichtsfarbe zu bemerken und notierte: „Ich glaube die Ursache dieses krankhaften Zustandes in dem häufigen Gebrauch des türkischen und Heidekorns zu finden. Jenes, das sie auch gelbe Blende nennen, und dieses, schwarze Blende genannt, werden gemahlen, das Mehl in Wasser zu einem dicken Brei gekocht und so gegessen. Die jenseitigen Deutschen rupfen den Teig wieder auseinander und braten ihn in Butter auf. Der welsche Tiroler hingegen isst ihn so weg, manchmal Käse darauf gerieben, und das ganze Jahr kein Fleisch. Notwendig muss das die rsten Wege verleimen und verstopfen und die kachektische Farbe deutet auf soches Verderben."
Die „gelbe Blende“ war Polenta, die schwarze heißt heute noch so, zum Beispiel in den Schwarzplentenknödeln der Südtiroler. Im Übrigen irrte sich der Geheimrat: Gerade Buchweizen mit seinem hochwertigen Eiweiß kann Fleisch eine Zeitlang recht gut ersetzen.
Quelle: Kurt Bracharz, Mein Appetit-Lexikon. Eine Warenkunde für Genießer (2013)
Genießen Sie die besten Seiten Südtirols bei Erdäpfelblattln mit Sauerkraut und einem guten Tropfen „Nuien“ – oder bei Schlutzkrapfen, Schwarzplentenknödel, Schöpsernem und Strauben
Quelle: Oswald Stimpfl, Landgasthöfe in Südtirol (2013)
Das Antipastigericht „Schwarzplentenknödel“ ist ein leckere Vorspeise, vor allem für besondere Anlässe wie Familienfeiern oder Feiertage, aus dem Buch „Südtiroler Weiberwirtschaft“
Quelle: Lust auf Italien
Schwarzplentene Knödel
Zutaten
120 g würfelig geschnittenes Weißbrot
100 ml Milch
1 Ei
100 g grobes schwarzplentenes Mehl (Buchweizenmehl)
2 reichliche EL Butter
Salz
80 g fein geschnittener Lauch
1 Knoblauchzehe
Quelle: Roter Hahn. Rezepte aus Südtirol

von Koschutnig am 27.Oct.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Costeño | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Russwurm | Embedded Labs | Jerga Urbana | Atlas Körper Zentrum | Atlas Body Center | NLP | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.