fideikommissarische Substitution : Nacherbschaft


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fideikommissarische Substitution

Nacherbschaft


Art des Wortes: Phrase

Tags: amtssprachlich

Erstellt von: Koschutnig am 25.Oct.


Links: Österreichisches Wörterbuch : fideikommissarische Substitution

  


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Alter Hut:
§ 608 Die fideicommißarische Substitution ist eine Anordnung, wodurch der Erblasser seinen Erben verpflichtet, daß er die angetretene Erbschaft nach seinem Tode [...] einem zweyten ernannten Erben überlasse.[/quote[quote:HELP.gv.at:http://tinyurl.com/glwa5at]Bei der fideikommissarischen Substitution verfügt die Verstorbene/der Verstorbene zu Lebzeiten, dass eine zweite Erbin/ein zweiter Erbe (Nacherbin/Nacherbe) nach der ersten Erbin/dem ersten Erben (Vorerbin/Vorerbe) zur Erbschaft gelangen soll.[…] Die fideikommissarische Substitution kann sich immer nur auf das von der Verstorbenen/dem Verstorbenen herstammende Vermögen beziehen.
Quelle: Georg Edler von Scheidlein, Handbuch des österr. Privattrechtes (1814)
In Österreich kennt man zwei Substitutionen, die gemeine Substitution und die fideikommissarische Substitution. Der Terminus Substitution kommt aus dem Lateinischen substituere und wird mit ersetzen übersetzt. […] Die rechtswissenschaftliche Form dieses Begriffes kommt hauptsächlich aus dem Erbrecht, ]gemeint wird, dass ein anderer Erbe einen Erben ersetzt. Die gemeine Substitution wird dabei auch vereinfachend Ersatzerbschaft, die fideikommissarische Substitution als Nacherbschaft bezeichnet.
Quelle: Minilex
Eine Nacherbschaft darf sich nur auf das Vermögen beziehen, das von der Verstorbenen/dem Verstorbenen stammt. Die Erbin/der Erbe, die/der das Vermögen zuerst bekommt, darf das Vermögen nutzen, aber nicht verbrauchen (z.B. von einem Sparbuch lediglich die Zinsen beheben). Diese Regelung nennt man auch fideikommissarische Substitution.
Quelle: HELP.gv.at

von Koschutnig am 25.Oct.

 
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Fideikommiß.
Erbrechtliche Einrichtung, welche die Verfügung über ein Erbgut beschränkt und in Österreich vom 17. Jahrhundert bis 1938 in Form der Familienfideikommisse bei Adelsfamilien verbreitet war. Danach konnte [ein Erblasser seine Besitzungen] durch einen Stiftungsakt zu einem Komplex zusammenfassen, der weder ganz noch teilweise veräußert werden durfte und den jeweiligen Erben nur zur Nutzung zur Verfügung stand. Mit Reichsgesetz vom 6. Juli 1938, das in Österreich auch nach dem Wiedererstehen der Republik 1945 in Kraft blieb, wurden alle Familienfideikommisse mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 1939 für erloschen erklärt [...] Erhalten blieb nur mehr die Einrichtung der „fideikommissarischen Substitution", wonach ein Erblasser dem Erben die Verpflichtung zur Weitervererbung eines Erbguts an bestimmte Personen auferlegen kann.
Quelle: Wien Geschichte WIKI
Bei der fideikommissarischen Substitution (§ 608 ABGB) ist der Vorerbe Eigentümer des Nachlasses, doch ist sein Eigentum zeitlich beschränkt. Seine Rechtsstellung kommt der eines Fruchtnießers nahe. Zusammen haben Vorerbe und Nacherbe die Rechte eines freien (Voll-)Eigentümers, das Recht des Vorerben ist aber auflösend bedingtes oder zeitlich beschränktes - mit dem Eintritt des Nacherbfalls endendes - Eigentum. Nach § 615 Abs 1 ABGB erlischt die fideikommissarische Substitution, wenn keiner von den berufenen Erben mehr übrig ist, oder wenn der Fall, für den sie errichtet worden ist, aufhört
Quelle: Jusguide.at

von Koschutnig am 25.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.