gemeine Substitution : Ersatzerbschaft


0

gemeine Substitution

Ersatzerbschaft


Art des Wortes: Phrase

Tags: Amtssprache

Erstellt von: Koschutnig am 25.Oct.


Links: Österreichisches Wörterbuch : gemeine Substitution

  


0
Substitution ist eine Anordnung des Erblassers, wodurch er dem eingesetzten Erben einen zweyten oder weiteren nachsetzt. Sie wird in die gemeine, und fideikommissarische eingetheilt, je nachdem dem eingesetzten Erben ein zweyter oder weiterer Erbe für den Fall, als jener nicht der Erbe ist, oder für den Fall, als er Erbe ist, nachgesetzt wird.[…]
Da nun diese Anordnung eine gemeine Substitution heißt, weil jeder fähige Erblasser sie treffen, und durch sie jeder des Erbrechtes fähige Staatsbürger zur Erbschaft berufen werden kann, so kann jeder Erblasser auf gemeine Art substituiren.
Quelle: Georg Edler von Scheidlein, Handbuch des österr. Privattrechtes (1814)
gemeine Substitution
Die Erblasserin bzw. der Erblasser kann auch anordnen, wer die Erbschaft erhalten soll, wenn der bzw. die Ersteingesetzte die Erbschaft nicht annehmen kann oder will. Die Anordnung dieser Ersatzerbschaft kann in der Praxis sehr sinnvoll sein. Es besteht ja die Möglichkeit, dass die Erbin bzw. der Erbe den Anfall der Erbschaft nicht erlebt oder gar auf die Erbschaft verzichtet.
Quelle: Bank Austria.at

von Koschutnig am 25.Oct.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Costeño | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Russwurm | Embedded Labs | Jerga Urbana | Atlas Körper Zentrum | Atlas Body Center | NLP | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.