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heuer : dieses Jahr


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heuer

dieses Jahr


Kategorien: Orts- und Raumangaben

Erstellt von: System32 am Nov.2003

Ähnlich klingend:      
Haar
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Links: Österreichisches Wörterbuch : heuer V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (66)



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Wo ist mein Kommentar?
Ich hab das Wort erklärt, siehe Brezis Frage!
von Koschutnig am Jun.2008

 
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Unglaublich, aber wahr
In weiten Teilen Deutschlands kennt man 'heuer' nicht, besonders in den Neuen Bundesländern. Als ich einer Briefbekanntschaft schrieb 'Ich komme heuer im März nach Heiligenstadt.", da schrieb sie zurück: "Welches Jahr?". Kein Scherz. Vermutlich hätten sich am Wort "heuer" sogar Stasi-Offizier(innen) die Zähne ausgebissen. Wenn wir damals gewusst hätten, dass es genügt hätte zu schreiben "ich komme noch heuer"...
von Brezi am Jul.2008

 
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Frage an Koschutnig
steht dieses 'heute' dann auch mit lat. 'hodie' = hoc die, in ursächlichem Zusammenhang? Und wie ist dieses alte Demonstrativpronomen 'hiu' eigentlich verschwunden und warum?
von Brezi am Jul.2008

 
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Wo ist auch dieser Kommentar von mir hin?

Ersatzversuch: "ursächlicher" Zusammenhang? Nun ja, 'dies' und 'Tag' sind indogermanisch wurzelverwand. Bei der Bildung von "hiu tagu" "an diesem Tag" könnte es sich aber um eine Lehnübersetzung handeln, die exakte Parallelformulierung im Lateinischen und im Althochdeutschen kann jedoch auch auf "Polygenese" beruhen. So fern liegt der Gedanke ja nicht, dass dieser Tag als "dieser Tag" bezeichnet wird, nicht?
Ob die zwei lat./dt. Demonstrativpronomen, die ja beide mit h- beginnen, tatsächlich auch idg. wurzelverwandt sind, kann ich nicht sagen.

Zum Dem.-Pron.: Da hat's einen german. Pronominalstamm hi- gegeben (im Gotischen das Dem.-Pron. himma - hina - hita) Dazu eben ahd. hiu tagu (daraus weiter hiutu > mhd. hiute > nhd. heute; ), ahd, mhd. hinaht > oberdeutscher Dialekt heint, sowie eben ahd. hiu jaru >mhd. hiuru > mhd. hiure > nhd. heuer.
Und das engl. he, his, him, her... gehört ebenfalls zu diesem german. h-Pronominalstamm, etliche solcher Formen sind auch in deutschen Regionen immer noch anzutreffen!
von Koschutnig am Oct.2013

 
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Der Preuße Theodor Fontane hat's noch verwendet! Wer interessiert ist - einfach "Die Brücke am Tay" wiederholen!

Nun, Mutter, weg mit dem bangen Traum,
unser Johnie kommt und will seinen Baum,
und was noch am Baume von Lichtern ist,
zünd alles an wie zum heiligen Christ,
der will h e u e r zweimal mit uns sein, -
und in elf Minuten ist er herein."
Quelle: Fontane, Die Brück' am Tay


So wie "heute" aus "hiu tagu"' (= an diesem Tag) oder "heint" aus "hiu nahtu" enttanden sind, ist "heuer" aus - , na?
In meinen verschwundenen Kommentaren hab ich's ja erklärt. Zum Teufel, welcher Unhold hat so viele meiner Kommentare gelöscht?
von Koschutnig am Mar.2016

 
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Tät' mich interessieren, unter welchen Bedingungen Kommentare gelöscht werden (können, dürfen) und von wem!
von klaser am Mar.2016

 
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Das Temporaladverb "heuer" für 1. "dieses Jahr" und 2. "heutzutage" ist deutschschweizerisches und österreichisches Standarddeutsch. (VWB)
von Standard am Jun.2016

 


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Russwurm | Bayrisches Dialektwörterbuch | Atlas Körper ZentrumAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.