stupseln : stupsen, leicht anstoßen


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stupseln

stupsen, leicht anstoßen


Art des Wortes: Verb

Tags: Traunviertel

Erstellt von: Koschutnig am 17.Oct.


Links: Österreichisches Wörterbuch : stupseln

  


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(2009)">Wenn die Kühe nicht aufstehen, stupselt man sie mit einem Stromstoß.
Quelle: Roland Girtler, "Holt's den Viechdoktor!"
(2009)
Während „stupsen“ für „leicht anstoßen“ ein im dt. Sprachgebiet recht verbreitetes ugs. Wort ist, hat „stupseln“ in D offenbar sehr versch. Bedeutungen, und nur in OÖ war jene des Eintrags bislang zu entdecken. Bei Goethe etwa:
Der eine war zerbrochen und hatte inwendig völlig das Ansehen der französischen, auswendig zart wellenartig verglast, gestupselt wie schwarzgrau Marmorpapier
Quelle: Goethe, Tagebücher (1808)
Und das Goethe-Wörterbuch sagt dazu:http://woerterbuchnetz.de/GWB/?sigle=GWB&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=JG02887 gestupselt   mit Tupfen, Punkten versehen  […" target=_blank class="cit">
Syn.: gesprenkelt, getupft“
Quelle: Goethe-Wörterbuch, 4.Band, 2. Lieferung (1999)

Hingegen recht neu für Singles und solche, die behaupten, es zu sein:
Nett ist beispielsweise das "Stupseln", mit dem Sie einem auserkorenen Wunschpartner Ihr Interesse anzeigen können: Im Profil einfach auf den kleinen Kussmund klicken, schon ist Er oder Sie an angestupselt .
Quelle: Singlebörsen -Vergleich

von Koschutnig am 17.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.