Aufnahmswerber, Aufnahmsbewerber : Aufnahmebewerber


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Aufnahmswerber, Aufnahmsbewerber

Aufnahmebewerber


Erstellt von: Koschutnig am 11.Oct.


Links: Österreichisches Wörterbuch : Aufnahmswerber, Aufnahmsbewerber

  


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Obgleich deutsche „Bewerber“ in österr. Zusammensetzungen i.A. zu Werbern werden, (s. Asylwerber, Bauwerber, Rekurswerber, Beitrittswerber etc.), finden sie sich in der die Aufnahme in Schulen betr. Ministerialverordnung als „Bewerber“ (jedoch mit österr. Fugen-s):
Nach diesem Zeitpunkt einlangende Anträge auf Aufnahme sind nach Maßgabe des Zeitpunktes des Einlangens sowie der organisatorischen Gegebenheiten nach Möglichkeit dennoch zu berücksichtigen oder, wenn dies nicht möglich ist, der Aufnahmsbewerberin oder dem Aufnahmsbewerber unverzüglich und nachweislich rückzuübermitteln.
Quelle: RIS, BGBl. I Nr. 113/2006

In anderen Gesetzestexten (und anderen amtlichen Schriften) sind sie jedoch, wie in Österreich ziemlich üblich, „Werber“:
Die schriftliche Prüfung in Deutsch hat zu entfallen, wenn der Aufnahmswerber die Schulpflicht erfolgreich absolviert hat
Quelle: RIS, BGBl. Nr. 530/1992
Unbeschadet davon ist jeder Aufnahmswerber jedoch zur nochmaligen Ablegung der Aufnahmsprüfung in den beiden Schuljahren berechtigt, die jenen, für das die Prüfung abgelegt wurde, folgen; macht ein Aufnahmswerber von diesem Recht Gebrauch, so ist dem Aufnahmsverfahren jeweils das bessere Prüfungsergebnis zugrunde zu legen.
Quelle: HAK St. Johann i. Pongau
Anmeldebogen für Aufnahmswerber
Quelle: HLW Leoben
D: Bewerber ohne Fugen-s :
... es sei denn, der Aufnahmebewerber kann diese Fähigkeit wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder wegen einer Behinderung im Sinne des § 2 Absatz 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch nicht besitzen.
Quelle: Deutscher Bundesrat

von Koschutnig am 11.Oct.

 
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Erheiternd ist eine parlamentarische Anfrage der Grünen, wo in einem einzigen Satz die verschiedensten Formen ( Werber/Bewerber mit/ohne Fugen-s) verwendet werden (abgesehen von der gründlich/grünlichen Grammatik):
Dürfen die aufnehmende Schule [sic!] im Rahmen ihrer „Informationspflicht“ gegenüber der abgebenden Schule die Namen der AufnahmsbewerberInnen [sic!] nicht nennen und nur anonymisierte Informationen über die Zahl der AufnahmewerberInnen [sic!] übermitteln?
Quelle: Offenes Parlament.at

von Koschutnig am 11.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.