Schan : Art und Weise, Wesen, Lebensart


0

Schan

der
[ šɑ̃:n ]
Art und Weise, Wesen, Lebensart


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Gemütszustände, Befindlichkeiten

Tags: wienerisch

Erstellt von: Koschutnig am 22.Sep.


Ähnlich klingend:  
Zechn
+12
                                                                                                                 

Links: Österreichisches Wörterbuch : Schan

  


Änderungen (1)


0
Etliche Biegungen auf seinem Weg hat das franz. "Genre" zurückgelegt, ehe es als "Schan" beim Wiener Wesen anlangte:
Dann spielen s, dass an jeden das Herz roglert wird,
und jeden Patschachter zur Dummheit verführt. […]
Die Klåmpfen, de zuckt nach Altweaner Schan,
Åber nur dånn, åber nur dånn, , wann’s alle ånblåsen san.
Quelle: Robert Robert Sedlaczek, Wiener Wortgeschichten (2012)
I bin a alter Weana, bei mir is all’s Humor.
Ka Sorg und Kummer kenn i, ka Traurigkeit, o na!
Nur lustig, fesch und munter is allweil gwest mei Schan
Quelle: Fritz u. Kretschmar (Hg), Wien. Musikgeschichte. Volksmusik und Wienerlied (2006)
A Wedschína , wånn s' aa oft ned brennt,
A Zeugerl, wo's Roß recht harb rennt,
Und fåhr'n über Stock, über Stan (starker Pfiff):
Dås is 'n Weana sei Schan !
Quelle: Mauriz Schuster, Alt-Wienerisch (1951)
Der „Schlager" des Faschings 1887 war Carl Schmitters „Das is 'n Weana sein Schan" mit der Musik von Theodor Schild. Schmitter, einer der besten Stegreifdichter und Sänger seiner Zeit, soll dieses Heurigenlied bei der "Blauen Flasche" in Neulerchenfeld bei einem Beinfleisch mit Semmelkren auf die Rückseite des Speisezettels „hing'haut" haben
Quelle: Margarethe Egger, Die Schrammeln in ihrer Zeit (1989)
Eine weitverbreitete Form des Wiener Liedflugblattes, die sogenannte Volksausgabe wurde weit bis ins 20. Jahrhundert publiziert. […] Der Wiener Verleger Josef Blaha begann die Herausgabe solcher Volksausgaben vermutlich um 1889 mit dem Lied „Weana Chic und Weana Schan“ von Carl Lorens.
Quelle: Wiener Volksliedwerk

von Koschutnig am 22.Sep.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Costeño | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Russwurm | Embedded Labs | Jerga Urbana | Atlas Körper Zentrum | Atlas Body Center | NLP | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.