Unschicksamkeit : Unschicklichkeit


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Unschicksamkeit

die, -, -en
Unschicklichkeit


Art des Wortes: Substantiv

Tags: veraltet

Erstellt von: Koschutnig am 16.Sep.


Links: Österreichisches Wörterbuch : Unschicksamkeit

  


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Der Begriff hat sich in Österreich weit länger gehalten als im restlichen dt. Sprachraum, wo er schon im Laufe des 18. Jh. obsolet wurde.
Die Rohrhoferin und die Kurdl verzweifelten daran, den trunkenen Alten ohne Gelärm und Unschicksamkeit an dem Nachbarhause vorbei zu bringen, aber es sollte viel glimpflicher ablaufen, als sie gedacht hatten
Quelle: Leopold Anzengruber, Unrecht Gut. Erzählung (1888)
http://tinyurl.com/z2ouopg Das Landrecht erwiderte freilich, die vermeintliche „Unschicksamkeit“ entfalle bezüglich der Prager Burg ebenso wie „bei Krongütern, welche doch auch in der Landtafel eingetragen sind [/quote" target=_blank class="cit">
[quote:Joseph von Sonnenfels, Betrachtungen eines österreichischen Staatsbürgers … (1793):http://tinyurl.com/hbzfg8m] Die Unmöglichkeit, allgemeine Verhältnisse zu finden, und die Unschicksamkeit, in einem Gesetze auf einzelne Fälle, gleichsam bis zur Kleinfügigkeit einer Kasuistik herabzusteigen, gestattet in Ansehung der Zinsen die einzige Vorschrift: Daß dieselben nicht vorhinein abgezogen werden dürfen
Quelle: Edmund Bernatzik, Der Hofstaat des Hauses Österreich. Wiener staats- und rechtswissenschaftliche Studien 14 (1917)

von Koschutnig am 16.Sep.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.