Bestschießen : Preisschießen


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Bestschießen

das, -s, -
Preisschießen


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Sport/Sportbegriffe

Tags: altösterreichisch (Bayerisch) veraltend

Erstellt von: Koschutnig am 05.Aug.


Links: Österreichisches Wörterbuch : Bestschießen

  


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K.k. Kammerstadt Pettau … Nachmittags war ein Bestschießen veranstaltet. Als Bestes waren 10 Dukaten in silberner Einfassung aufgestellt.
Quelle: Joseph Rossi, Denkbuch für Fürst und Vaterland (1815)

Das Best ist der ausgesetzte Siegerpreis beim Wettschießen, s. Kommentar zu Best
Die sehr alte Einrichtung bei Bestschießen ... ist in ihren Grundzügen diejenige, daß ein Hauptpreis "das Beste" oder "der erste Dank" aus einer Stiftung oder durch eine freiwillige Gabe ausgesezt ist, um welchen von jedem Schützen auf die Hauptscheibe eine gewisse Anzahl, gewöhnlich sechs, gethan werden.
Quelle: Morgenblatt für gebildete Leser, 13.7.1837
Bestschießen zu Ehren Sr. Excellenz des Hochgebornen Herrn Alois Grafen von Ugarte, Gouverneur von Mähren und Schlesien c. e. am 9. Oktober 1842. … Jeder Theilnehmer des erwähnten Vereins hatte sich beeilt, werthvolle Gegenstände an den Schützen-Verein abzugeben, die, zu Gewinnsten bestimmt ... ausgestellt waren
Quelle: Moravia. Ein Blatt zur Unterhaltung, zur Kunde des Vaterlandes, des gesellschaftlichen und industriellen Fortschrittes Bd. 5 (1842)
Wirkte die Hirschzunge … wir wollen dies nicht untersuchen, sondern theilen dem freundlichen Leser nur mit, daß der alte Förster auf dem von Alois veranstalteten Bestschießen nach der Taufe seines ersten Kindes einige Male nach der Scheibe schoß.
Quelle: Österr. Volkskalender für das Jahr 1855
"Best-Schießen, gegeben von Herrn Graf Meran beim Ladner am 29. und 31. August 1874". (Die Schützenscheibe ziert die Wand des Ladner-Stüberls und weist darauf hin, daß auch der Sohn des Erzherzogs diese gemütliche Gaststätte zu würdigen wußte..
Quelle: Austria-Forum

von Koschutnig am 05.Aug.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.