Hachelputz, Achelputz : Essen; Gefängniskost


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Hachelputz, Achelputz

der
Essen; Gefängniskost


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Humorige Bezeichnungen

Tags: veraltet Wien scherzhaft Gaunersprache

Erstellt von: Koschutnig am 23.Jul.


Links: Österreichisches Wörterbuch : Hachelputz, Achelputz

  


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Bis vor nicht allzu langer Zeit kannten Wiener Ganoven noch das Wort Achelputz für die Speise im Gefängnis.
Quelle: Sprachdienst 40 (1996)
Das Gefängnisessen heißt Schäkel, oder Achelputz, genau wie vor hundert Jahren und wenn man nichts zu acheln hat, muss man sich was kaufen.
Quelle: Peter Wehle, Die Wiener Gaunersprache (2016)
Wehle erklärt aber auch: „Hachelputz = ‚schlechtes Essen’ (von acheln)".

Vor 200 Jahren jedoch:
Acheln, gewöhnlicher aber mit dem Hauchlaute, h a c h e l n, Zw. mit haben - essen. In Nassau-Dillenburg, Henneberg und Westerwalde, gleichfalls acheln. Hebräisch 'achal’ comedit. Nur im O.M. Viertel /= Ober dem Manhartsberg / gebräuchlich. Hierher gehört auch das Wienerische H a c h e l p u t z , - Scherzausdruck für Speise, Schmaus.
Quelle: Beiträge zur Landeskunde Österreich's unter der Enns
(1832)
Zuvor auch in den berühmten Eipeldauerbriefen, z.B.:
„… ich muß alles herrichten zu'n Soupper, sie werd'd gleich suppiren gehn [....] nachdem schauen wir auch a Bissel zu'n Hachelputz, " sagt er, und ist fortg'gangen.
Quelle: Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran über d' Wienerstadt, Mit Noten von einem Wiener, Jg. 1814
nachdem war in letzten Zimmer erst der Hachelputz, da warn die köstlichsten Speisen (wo ich viel davon gar nit g'kennt hab) so appetitlich aufgericht't nach einander, alle die Bratel und Schunken, Wildprat, Gflügelwerk, Sulzen und Bacherein ...
Quelle: Briefe eines Eipeldauers (1814)

von Koschutnig am 23.Jul.

 


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