Fut - Vagina

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Fut - Vagina


Österreichisch :

Fut

Deutsch :

Vagina

 
Eingereicht von :System ( Region : KEINE ANGABE)
Eingereicht am :2003-09-30 10:13:00
Verwendung :vulgär
 
Kategorien : noch keine Kategorie



Kommentare
auch in Deutschland bekannt [ von doc am 2006-03-23 17:24:00 ]
aber trotzdem glaube ich Berechtigung, hier zu stehen, da es in ganz Österreich gebräuchlich ist. Übrigens gibt es das Wort lt. Duden schon seit dem 15. Jhd. (Früher Vut geschrieben).
Auch das sehr alte Schimpfwort Hundsfott [ von Brezi am 2007-06-13 02:22:44 ]
(in der (auch gehobenen) Literatur früherer Jahrhunderte ein gebräuchliches Wort) soll den gleichen etymologischen Ursprung haben und bezeichnete niederträchtige Menschen beiderlei Geschlechts. Bedenklicher als dass "Fut" in unserem Verzeichnis steht, finde ich eher, dass dieses Stichwort von den angeblich an unserem Deutsch Interessierten ca. 10 Mal so häufig abgefragt wird wie andere typische Austriaka. Es spiegelt offenbar einiges von den Erwartungen einer überwältigen Majorität in unsere als objektive Dokumentatiosbörse gedachte Website wider. Aber ist das prinzipiell etwaw anderes, als wenn 99 % alle Louvre-Besúcher zur Mona Lisa hasten und dann sofort das Museum wieder fluchtartig verlassen?
Das möcht ain schöne fraw gesein! [ von ChrisB am 2008-07-30 15:27:58 ]
Clara Hätzlerin (um 1430 - 1476/77) Das Liederbuch Ain haubt von Behmer land, Zway weisse ärmlin von Prafand, Ain prust von Schwaben her, Von Kernten zway tüttlin, ragend als ain sper, Ain pauch von Österreich, Der wär schlecht vnd geleich, Vnd ain Ars von pollandt, Auch ain Bayrisch fud daran, Vnd zway füszlen von dem Rein: Das möcht ain schöne fraw gesein!
Das möcht ain schöne fraw gesein! [ von ChrisB am 2008-07-30 15:28:06 ]
Clara Hätzlerin (um 1430 - 1476/77) Das Liederbuch Ain haubt von Behmer land, Zway weisse ärmlin von Prafand, Ain prust von Schwaben her, Von Kernten zway tüttlin, ragend als ain sper, Ain pauch von Österreich, Der wär schlecht vnd geleich, Vnd ain Ars von pollandt, Auch ain Bayrisch fud daran, Vnd zway füszlen von dem Rein: Das möcht ain schöne fraw gesein!
Übersetzungserklärung (kam per E-Mail) [ von Russi am 2010-02-04 10:57:15 ]
Die angegebene „Übersetzung“ von >Fut< als >Vagina< ist definitiv falsch! Die Vagina ist laut http://de.wikipedia.org/wiki/Vagina „ein schlauchförmiges primäres Geschlechtsorgan weiblicher Säugetiere zwischen Muttermund und Scheidenvorhof, das beim Geschlechtsverkehr den Penis aufnimmt und als Geburtskanal dient.“ Das passt aber mit dem Wort >Fut< überhaupt nicht zusammen. Denken Sie an >Futschlecken< (Cunnilingus): dabei wird wohl in den seltensten Fällen ein schlauchförmiges Organ mit der Zunge etc. gereizt. Denken sie an die allgegenwärtigen Graffiti der Fut: Sie bilden nicht den Geburtskanal ab, sondern die VULVA. Die standardsprachliche Entsprechung von >Fut< ist, ohne Wenn und Aber, >Vulva
Ausnahmsweise ist Vagina [ von albertusmagnus am 2010-02-04 11:50:27 ]
die richtige hochsprachliche Übersetzung (bei Deutsch müßte eigentlich ein entsprechender
bundesdeutscher Zotenausdruck stehen)
. Die Fut war ursprünglich als eine Art Sack Vorläu-
fer des Reisegepäcks, geblieben ist der auf die Vagina übertragene Begriff und das Futteral.
Auch der Volksmund meint ganz klar die Vagina, ich erinnere mich an folgendes Poem:

"Die Fut ist keine Musicbox,
sie spielt auch keine Lieder,
sie ist nur ein Erholungsort
für steif geword´ne Glieder!"


Bei Frosch, Muschi etc. ist tatsächlich die Vulva gemeint, aber nahezu alle Einträge in dieser
Richtung sind bei Ostarrichi - wohl in Unkenntnis - mit Vagina übersetzt, was doppelt falsch
ist, es gehörte eine bundesdeutsche Entsprechung und nicht der lateinische Anatomiebegriff
als Übersetzung hin!
"weibliche Scham", derb: "Fotze" [ von Koschutnig am 2010-02-04 17:04:14 ]
Mittelhochdeutsch "vut, fud" (s. Liederbuch der Clara Hätzlerin - Das möcht ain schöne fraw gesein!, Kommentar von ChrisB ).
Auch schon in einem der Lieder Neidharts von Reuental (12./13. Jh.), wo ein "Dörper" (=Dörfler. dörper>dörpel>Tölpel) den berühmt gewordenen Griff "an den fudenol" (nol = Hügel) seiner Tänzerin tut, der auch auf Österreichs ältesten profanen Fresken in Wien I., Tuchlauben 19 (Stiegenhaus) zu sehen ist.

Von mhd "vut" (v=f) abgeleitet erscheint seit dem 15. Jh. "Fotze" als Vulgärausdruck für den weibl. Geschlechtsteil.
Als fud gibt es das Wort auch in mittelengl. Dialekten bzw. als fuđ im Altisländischen, und es ist, wie Brezi schreibt, auch im "Hundsfott" enthalten.
Wahrscheinlich (sagen die etymol. Wb.) gebildet zu einem indogermanischen Stamm *pu = faulen, stinken (vgl. "stinkfaul" und "pfui!").
Noch ein Reimrätsel zu diesem Thema: [ von albertusmagnus am 2010-02-04 18:54:54 ]
Was ist das?:
"Außen haarig, innen hohl,
wenn man reinfährt, tut es wohl."


Des Rätsels Lösung ist der Muff, gemeint aber ist die Fut, was auf ein Synonym für Vagina schließen läßt.
Andererseits heißt es im Zitat von Koschutnig fudenol, womit wohl der mons veneris gemeint sein dürfte
und fude daher die Vulva ist. Wobei es auch wahrscheinlicher ist, daß der Volksmund sich mit den außen-
denn mit den innenliegenden weiblichen Geschlechtsorganen beschäftigt. Doch wie oben schon geschrie-
ben, erinnere ich mich, daß es einstmals auch die Bezeichnung für eine Art Sack war, womit doch die Va-
gina gemeint sein könnte.
Im elsässischen Strassburg [ von Koschutnig am 2010-02-05 14:51:04 ]
"wurden diejenigen, welche das Bürgerrecht durch Heurath einer Strassbürgerin erlangt hatten, ehemals spottweise `Vutbürger´ genannt"
Johann Karl Schuller: Beiträge zu einem Wörterbuche der siebenbürgisch-sächsischen Mundart, Prag 1865, S. 21
Also auch noch von mir [ von klaser am 2010-02-06 01:37:18 ]
ein Beitrag: "außen haarig, innen hohl" deutet in Richtung Vulva + Interieur, womit die entsprechend derbe Übersetzung Fotze wäre.
Beurteilungen
2006-03-23 03:33:31(Villach(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2006-04-13 12:29:18(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2006-06-09 12:10:15(Vöcklabruck): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2006-09-20 00:00:00(Mürzzuschlag): Qualität=0: Bekanntheit=80%
   
2006-11-24 23:58:25(Wien 12.,Meidling): Qualität=-1: Bekanntheit=-20%
   Vagina=Scheide, Fut=Vulva, also äußeres Genitale
2007-01-13 00:38:31(Hollabrunn): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-03-21 22:55:37(Wels(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-04-13 14:58:17(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-10-05 13:04:28(Perg): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-12-09 00:46:19(Wien 19.,Döbling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-01-25 23:29:13(Spittal an der Drau): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2008-07-30 22:12:58(Mödling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-02-13 13:24:22(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-08-20 00:48:19(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2010-02-04 12:03:38(Graz(Stadt)): Qualität=-1: Bekanntheit=100%
   s.k.
2010-02-04 17:20:55(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   "weibliche Scham" , derb: "Fotze"
2010-05-07 15:17:45(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2011-05-22 14:47:02(Mistelbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
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