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Wacheorgan : Wachkraft, Sicherheitskraft,...


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Wacheorgan

Wachkraft, Sicherheitskraft, Schutzkraft, Sicherheits- und Schutz(fach)kraft u.a.


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Arbeitswelt

Tags: bildungs-/amtssprachlich

Erstellt von: Koschutnig am Apr.2016

Links: Österreichisches Wörterbuch : Wacheorgan V W

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Bekanntheit

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Nase eines Schnüfflers? Nun, wer der Meinung ist, bei einem Wacheorgan handle es sich um einen wichtigen Körperteil einer Person aus einem bestimmten Personenkreis, z.B. um die Nase eines Schnüfflers, der irrt. („Das Auge des Gesetzes" trifft's da schon eher, ist aber was den Personenkreis anlangt, zu eng, andrerseits, da das Wacheorgan sich nur auf Individuen bezieht, zu weit gefasst).
Zwar ist das „Organ" auch als individuelles Mitglied einer Organisation in D ebenfalls gängig, doch „Wacheorgane“ sind nur in Österreich allerorts anzutreffen. Duden online kennt das Wort gar nicht und DWDS bietet ein einziges Beispiel und das ist eine Meldung aus der Österreich in der ZEIT:
Handkemenge
Aus Graz kommt die Nachricht, dass dort der steirische Herbst einen stürmischen Auftakt genommen hat. […] Als im Zuge einer handfesten Auseinandersetzung Peter Handke schrie: „So verhaften Sie mich doch!“ zögerten die steirischen Polizisten nicht, dieser Aufforderung nachzukommen. […] . Gegen Handke wurde Anzeige wegen „ungestümen Benehmens“, Ordnungsstörung und „Beleidigung eines Wacheorgans mit Handgreiflichkeiten “ erstattet.
Quelle: Die Zeit, 22.10.1971

Andere „Wacheorgane":
Das Wacheorgan des österreichischen Wachdienstes bestätigt, dass es möglich ist, dass der Automat auf Störung war. […] Das Wacheorgan sagt, es ist unwahrscheinlich, dass der Automat am Stadtplatz auch defekt war. Er sagt aber nicht aus, dass es unmöglich ist.
Quelle: Unabhängiger Verwaltungssenat OÖ
Schriftliche Parlamentarische Anfrage ... betreffend Schießerei an der Österreichischen Botschaft Belgrad […]
10 Minuten nach diesen Kontrollgängen erschien ein Wacheorgan der Fa. Komet-Tim in Begleitung des zugeteilten Militärattaches
Quelle: Parlamentsdirektion
Pfichten [sic!] des Wacheorgans
1. Das Wacheorgan hat jede Änderung unverzüglich der zuständigen Behörde mitzuteilen (z.B. Adressänderungen)
2. Weisungen der Behörde an das Fischereischutzorgan in Ausübung seines Amtes sind dem Bewirtschafter unverzüglich zur Kenntnis zu bringen.
Quelle: Landesfischereiverband Salzburg
Voraussetzungen für Wacheorgan, des Landes Salzburg […] Als öffentliches Wacheorgan, im folgenden kurz Wacheorgan, genannt, können nur eigenberechtigte Personen bestellt werden, die österreichische Staatsbürger sind
Quelle: Salzburger Berg- und Naturwacht
Feldschutzorgane sind in Ausübung ihres Dienstes befugt, [...] Personen [...] festzunehmen, wenn der Betretene
1. dem Wacheorgan unbekannt ist, sich nicht ausweist und seine Identität auch sonst nicht sofort feststellbar ist
Quelle: NÖ Umweltwacht
zwei freie Parklücken, herumschlenderndes Wacheorgan, parkplatzsuchender Lenker eines PKW, heißer Samstag im Juni,
Quelle: "A Glotzn hobn´s" oder "Amtshandlung in der Leopoldstadt in Wien"

von Koschutnig am Apr.2016

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.