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mi zimmt : mir scheint; mich dünkt (O��)


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mi zimmt

mir scheint; mich dünkt


Art des Wortes: Phrase

Tags: Salzburg

Erstellt von: Koschutnig am Aug.2015

Links: Österreichisches Wörterbuch : mi zimmt V W

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Bekanntheit

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Änderungen (1)


Bewertungen (2)



-5
soweit möglich Hochsprache, in dem Fall es ziehmt.. es gibt ein Feld für Aussprache
von Kai Wintherbauer am Sep.2015

 
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„es ziehmt“? Uweh, du mein Quai!
Ja, "mi zimmt" und "sich ziemen, geziemend, ziemlich" haben dieselbe Wurzel.
Weißt du, ich hab mir nämlich schon beim Eintragen Gedanken gemacht, wie man in der heutigen Form ein althochdeutsches Wort zeman eintragen könnte, das einst ‘sich fügen, ziemen, passen’ bedeutete und im Mittelhochdeutschen dann als zemen ‘ziemen, passen, angemessen sein, taugen, scheinen, behagen’ und in manchen Teilen des Sprachgebiets dann auch als Nebenform sih zimen ‘sich dünken’ bedeutete, wenn doch diese letztere Bedeutung nie Eingang in die Standardsprache gefunden hat, aber in einigen österr. Dialekten weiterlebt.

Es mit „ziemen“ und dessen geschichtlich völlig unbegründetem – ie – wiederzugeben, wäre ja geradezu absurd. Meinst du aber wirklich, man sollte zur Unterscheidung zur der Bedeutungen „sich gehören“ und „dünken/scheinen“ das Letztere noch mit einem stummem H versehen, wie du es schreibst:„ es ziehmt“? Ist’s nicht viel, viel vernünftiger, wenn ich das –ie- dem ziemen “’sich gehören’ überlasse und meinen Eintrag zwecks Unterscheidung dafür mit –mm- schreibe, damit man nicht denkt, ich wär ein übler Rechtschreiber. Und da's nur als Phrase Dialektschreibung vorkommt, hab ich halt das mi gelassen, wie man's geschrieben findet.

Ach, du wolltest gar keine Unterscheidung treffen? Tja, wenn du meinst! Klar, man sieht ja, was passiert, wenn z.B. aus einem einzigen Wort „wider“ eben durch ein lautgeschichtlich unbegründetes – ie – zwecks Unterscheidung 2 Wörter - wieder / wider - gebaut wurden, wodurch Rechtschreibkünstler wie du heut grässliche Probleme haben. Ein „stummes H“ zum „langen I“ aber, das ist noch keinem eingefallen! Das „ziehmt“ sich eben nicht und ist ziemlich, na ja....
von Koschutnig am Sep.2015

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.