Österreichisch - Deutsch : k. u. k. - kaiserlich-und-königlich

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Österreichisch - Deutsch : k. u. k. - kaiserlich-und-königlich


Österreichisch :

k. u. k.

Aussprache :

k und k

Deutsch :

kaiserlich-und-königlich

 
Eingereicht von :nicolai ( Region : Graz(Stadt))
Eingereicht am :2012-06-18 11:26:22
Verwendung :ugs
 
Kategorien :Stadt,  Zwischenmenschliches,  Amts- und Juristensprache,  Humorige Bezeichnungen,  Veraltet, Historisch,  Orts- und Raumangaben ,  Zeitangaben,  Schmäh





Kommentare
Ergänzung : [ von nicolai am 2012-06-18 11:40:31 ]
Es handelt sich um eine beinahe überall in Österreich anzutreffende Abkürzung für "kaiserlich-königlich", die aus den letzten Jahrzehnten der Habsburger-Doppelmonarchie stammt und darauf hinweist, daß diese aus einem "kaiserlichen" Teil (Österreich, bzw. Cisleithanien) und einem "königlichen" Teil (Ungarn, bzw. Transleithanien) bestand, deren gemeinsamer Herrscher der jeweilige "Regent" des Hauses Habsburg war... Gerne gebraucht in Verbindung mit (ehemaligen) Titeln (z.B. k.u.k. Hofbäcker, vulgo "Demel"), vergangenen Zeiten (...zu k.u.k.-Zeiten), Erläßen und eigentlich allem, was in die Zeit der Doppelmonarchie fällt...
"k.u.k." war NICHT dasselbe wie "k.k." [ von Koschutnig am 2012-06-18 13:52:47 ]
"k. u. k." betraf Österreich (Kaiserreich) und Ungarn (Königreich), also die gesamte "Donaumonarchie".
"k.k" aber betraf (nach dem "Ausgleich" von 1867) nur das Kaisertum Österreich, dessen Herrscher auch mehrfacher König war (Böhmen u.a.)

s. a. WP:
Die Abkürzung k. u. k. wird heute oft mit der Abkürzung k. k. verwechselt, ist aber staatsrechtlich klar von dieser zu unterscheiden; k. k. (kaiserlich-königlich), zuvor für Einrichtungen des Gesamtstaates verwendet, bezeichnete ab 1867 nur die Behörden und staatlichen Einrichtungen der westlichen Reichshälfte der Monarchie, des kaiserlichen Österreich (Cisleithanien). Bei dieser Abkürzung steht das zweite k. (königlich) für die Königstitel der Habsburger, vor allem als König von Böhmen. Der Monarch trug in Altösterreich außerdem den Titel des König von Dalmatien und von Galizien und Lodomerien sowie den Ehrentitel König von Jerusalem.
Die Institutionen der ungarischen Reichshälfte (Altungarn oder Transleithanien) wurden mit den Abkürzungen m. k. (magyar királyi) und k. u. oder kgl. ung. (königlich ungarisch) bezeichnet. Der Monarch trug in Altungarn weiters den Titel König von Kroatien und Slawonien.

1804–1867 bestand nur die Abkürzung k. k. (für den Begriff kaiserlich-königlich). Das erste k. bezog sich bis 1806 auf die beim Hause Österreich liegende Würde des erwählten römischen Kaisers, das zweite auf das Königtum der Habsburger in den Ländern der Stephans- und der Wenzelskrone und in den sonstigen Königreichen. Seit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bezog sich das erste k. auf den durch Franz II./I. im Jahre 1804 angenommenen Titel eines Erbkaisers im Kaisertum Österreich.
Vorschlag: [ von JoDo am 2012-06-19 23:15:37 ]
Österreichisch: k. u. k.
Aussprache: k und k
Deutsch: kaiserlich-und-königlich

vive la différence!
@JoDo [ von Compy am 2012-06-20 23:17:53 ]
Dein Vorschlag ist von der Sache her richtig - dieses eine Wort "und" darf nicht fehlen. Jedoch ist meiner Meinung nach "kaiserlich-und-königlich" nur die ausgeschriebene Erklärung der Abkürzung "k.u.k.". Jeder Deutsche, der im Geschichtsunterricht etwas aufgepasst hat, dürfte wissen, was "k.u.k." bedeutet. Im Umgangssprachlichen habe ich in Deutschland wesentlich häufiger "k.u.k." gehört als "kaiserlich und königlich"; letzteres ist einfach viel zu lang und viele sind bequem auch in der Sprache. Aufgefallen dabei ist mir allerdings, dass "k.u.k." gesprochen wie geschrieben wird, also kein "und" sondern nur "u.". Wird in Österreich tatsächlich das "und" gesprochen?
Ja! - Compy: [ von JoDo am 2012-06-21 15:32:51 ]
Deutschmeister Regimentsmarsch:
|: Mir san vom ka und ka Infantrie-Regiment
Hoch und Deutschmeister Nummero vier! :|
http://www.youtube.com/watch?v=d65PkPJEQ5k
außerdem:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserlich_und_k%C3%B6niglich
(Ende des zweiten Absatzes)
korrigiert [ von JoDo am 2012-10-13 10:11:48 ]
JoDo
Beurteilungen
2012-06-19 16:29:30(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=-1: Bekanntheit=-20%
   kaiserlich-königlich = "k.k.", nicht "k.u.k."
2012-10-13 10:12:00(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
k. u. k.

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Letzte Aktualisierung: 20:07:38#


Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.