Österreichisch - Deutsch : Vergangenheit (Perfekt) - Perfekt, 2. Vergangenheit

Österreichisches Wörterbuch 
Suchwörter
Wortfilter
Kategorie:

Keine Schimpfworte
Nur mit Aussprache
Nur Bucheinträge




Weitere Links:

Russwurm


Alexi


Internet Wetten


Haushaltsbuch


Alexithymie


Alexithymia


Sinhala und Sri Lanka


Sinhala und Ceylon


Forum and Test


Money Management


Österreich


Travel Community

Language Community

Flights Hotels

Bairisch

      
  

Österreichisch - Deutsch : Vergangenheit (Perfekt) - Perfekt, 2. Vergangenheit


Österreichisch :

Vergangenheit (Perfekt)

Deutsch :

Perfekt, 2. Vergangenheit

 
Eingereicht von :Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt))
Eingereicht am :2012-06-17 10:53:22
Verwendung :ugs
 
Kategorien :Technische Begriffe,  Zeitangaben




Kommentare
"Vergangenheit" als Tempusbezeichnung [ von Koschutnig am 2012-06-17 10:59:26 ]
bezeichnet in D und Ö verschiedene grammat. Zeiten: in Österreich das Perfekt, in Deutschland das Imperfekt.

"Vergangenheit" wird in D stets kurz für die "1. Vergangenheit" oder "unvollendete Vergangenheit" (= Präteritum oder Imperfekt) gebraucht -
siehe z.B. den Titel "Imperfekt (Präteritum, Vergangenheit)" auf "Lingo4U Sprachen online lernen" http://deutsch.lingo4u.de/grammatik/zeiten/imperfekt -
während sie an österr. Volksschulen immer noch als "Mitvergangenheit" bezeichnet wird,
s.
" ich esse - Gegenwart (Präsens)
Mitvergangenheit (Imperfekt): ich aß
Vergangenheit (Perfekt): ich habe gegessen"

http://vs-material.wegerer.at/deutsch/pdf_d/sprachbetrachtung/ZEITEN-Quartett.pdf
Sehr schön, [ von klaser am 2012-06-17 22:31:00 ]
aber was hilft das, wenn die Jugend (und Ältere, die sprachlich "aufsteigen" wollen), z,B. so reden: "Als Lena kam, ging ich" - Mitvergangenheit als Erzählform und zum Drüberstreuen den Artikel vor dem Eigennamen weggelassen. Der Raimund und der Nestroy sind tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.
Als kl. Trost: [ von Koschutnig am 2012-06-18 09:48:39 ]
In Deutschlamd ist seit Jahrzehnten ein Vordringen des Perfekts bis weit in den Norden auf Kosten der "Mitvergangenheit" zu beobachten!

Überdies sagt die DUDEN-Grammatik schon vor 1/2 Jh. über die vermeintliche Richtigkeit des Präteritum-Gebrauchs:
"Da das Präteritum durch seine Kürze von größerer Prägnanz als das Perfekt ist, wird es häufig auch dort gesetzt, wo das Perfekt stehen müsste"
Und eine weitere Ohrfeige: " Bei manchem Sprecher oder Schreiber kann auch die Vorstellung mitschwingen, dass der Gebrauch des Präteritums vornehmer sei als der Gebrauch des Perfekts."
Beurteilungen
2012-06-17 13:08:54(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-06-17 22:25:41(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-07-06 13:35:02(Mistelbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
Vergangenheit (Perfekt)

< Voriges Wort       > Nächstes Wort



FORUM.NET.COM A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


© 2000-2013 Roland Russwurm • MediadatenImpressumAGBOEWB

Letzte Aktualisierung: 20:57:05#


Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.