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Zubräucka : Brautführer od. Beistand des... (O��)


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Zubräucka

der
Brautführer od. Beistand des Bräutigams.


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Zwischenmenschliches

Tags: Traunviertel/OÖ

Erstellt von: Koschutnig am Apr.2013

Links: Österreichisches Wörterbuch : Zubräucka V W

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Bekanntheit

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"Offizielle Schriftform" gibt's da wohl keine!
* »In alter Zeit trugen (Kirchham, Traunviertel etc.) der Bräutigam und der „Zubräucka" Degen, und zwar nicht in der Scheide, sondern entblößt in der Hand, und zwar, wie man sich nun den ehemaligen Brauch erklärt, dass die Braut nicht geraubt werden konnte.«<

* »Ist die Zeit des Kirchenganges angerückt, so setzt sich der Hochzeitszug in Bewegung.An seiner Spitze schreiten die Musikanten, ihnen folgt das Brautpaar, nach diesen kommen der „Zubräucka“ und die „Zubraut,“ sodann der „schöne Mann“ und das „schöne Weib,“ endlich die übrigen Gäste. In Kremsmünster dagegen sind beim Kirchen gang das erste Paar der „Zubräucka" und die Braut, und zwar geht diese rechts. Beim Gang aus der Kirche aber eröffnen Bräutigam
und Braut den Zug, nur dass diese jetzt links geht.«
(Bericht über das Museum Francisco-Carolinum, Bd. 28/1869 - S. 64f.)
* »(Traunviertel, Pettenbach.) Der „Zubräucka" waltet am
Tage der Hochzeit eines schweren Amtes. Er hat nämlich Sorge
zu tragen, dass jeder Hochzeitsgast den ihm gebührenden Platz
beim Mahle bekommt, er überwacht die Bewirthung und Bedienung,
er ist, wenn er sich darauf versteht, der „Tanzherr,"
„schlicht d' Tanz," d. h. schlichtet, ordnet die Tänze, stellt
die Paare zum Tanze an, hält zudringliche „Zuschauer" ab
u. s. w. «
(Bericht über das Museum Francisco-Carolinum, Bd. 28/1869, S. 71)

* »Der „Zubräucka“ ist in der Regel „Tanzmeister,“
« (Bericht über das Museum Francisco-Carolinum, Bd. 28/1869, S. 74 )http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_baende/28499.pdf
* »Den ersten Tanz eröffnet der „Zubräucka“ mit der „Zubraut;“ das zweite Paar bilden Bräutigam und Braut, ... Dagegen tanzt in und um Kremsmünster vorerst der „Zubräucka“ dreimal mit der Braut « (P. Amand Baumgarten: Aus der volksmäßigen Ueberlieferung der Heimat, Bd 9: Geburt, Heirat, Tod, Linz 1870, S.78) http://tinyurl.com/afcafe3
von Koschutnig am Apr.2013

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.