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Selberbrennter, ein : selbst gebrannter Schnaps/Branntwein,...


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Selberbrennter, ein

selbst gebrannter Schnaps/Branntwein, "Hausbrand"


Kategorien: Essen und Trinken

Erstellt von: Koschutnig am Sep.2012

Links: Österreichisches Wörterbuch : Selberbrennter, ein V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (3)



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Ratschläge:..
1.)
Deutsch: Hausbrand + Zusatz (Schaps)

2.) Zusatz zur Vermeidung von Fehlinterpretation
Hausbrand (wie z.B. durch Feuer verursacht)

von Cubitus am Sep.2012

 
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Geistreiche Wortklauber
hatten 1989 die EU veranlasst,
das zum Unterschied vom umgangssprachlichen "Schnaps" uralte hochsprachliche Wort "Branntwein" (schon im 16. Jh. zusammengezogen aus mhd. /13.Jh./ 'gebranter wîn' zu "Brantewein", dann immer mit -nn-, s. z.B. "Großes vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschafften und Künste", 1745 -http://tinyurl.com/c5cw6mc -

als Handelsnamen nur noch für aus Wein gebrannte Spirituosen (den Weinbrand) zuzulassen - aber eine "Limonade" ist nun auch jedes Cola und alle "Energy Drinks" - geradezu umwerfend, diese Logik!

2008 musste die traditionelle Bezeichnung wieder in beschränktem Ausmaß zugelassen werden, (vgl. "Marmelade"), schließlich gibt's in D ja noch immer die "Branntweinsteuer" - und wie sollte man den "Franzbranntwein" sonst nennen?
von Koschutnig am Sep.2012

 
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Aussprache Ost-Ö:
Söwabren´da
von JoDo am Sep.2012

 
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Zu den Ratschlägen von cubitus:
1.) "Selberbrennter" ist keine Aussprache von "selbst Gebrannter" (was hier in Kärnten ja [sölba gebrónta] gesprochen wird),
sondern eine in zweierlei Hinsicht verschiedene Form:
a) ist es ein Partizip ohne Vorsilbe ge-, wie in bair. Dialekten (nicht aber im Kärntnerischen) häufig
b) ist im 2. Partizip Formenausgleich innerhalb des Paradigmas erfolgt durch Angleichung des alten Stammes-a (ursprüngliches Verb: "branjan-gibrant") an das nur im Präsens durch i-Umlaut entstandene "e" (aus ‚branjan’ > ‚brennen’).
Durch den Formenausgleich wurde nun mundartlich das scheinbar „ unregelmäßige“ Verb „brennen-gebrannt“ regelmäßig ("brennen-gebrennt") in Analogie zu den übrigen schwachen Verben.
2.) Eine Verdeutlichung von „Hausbrand“ ist jetzt erfolgt durch „selbstgebrannter Branntwein/Schnaps“. „Hausbrand“ allein könnte ja tatsächlich als Brand eines Hauses missverstanden oder gar mit der Triestiner Kaffeemarke „Hausbrandt“ verwechselt werden.
von Koschutnig am Sep.2012

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.