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Schiftel : ein Süßgebäck


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Schiftel

der, -s, -n
ein Süßgebäck


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Essen und Trinken

Erstellt von: Koschutnig am Jun.2011


Ähnlich klingend:    

Links: Österreichisches Wörterbuch : Schiftel

  


Bewertungen (4)



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In OÖ nicht nur ein hübsches Wörterl, auch sehr, sehr schmackhaft!
Aus der guten alten Zeit in OÖ:Am Kirchweihfeste […] werden in jeder Haushaltung große Mahlzeiten gehalten. […] An diesem Tage muß auch jeder Liebhaber seinem Mädchen Meth und Leckerln (kleine Lebkuchen, Schiffeln, Schifteln) zahlen und dasselbe zum Tanze führen; dagegen verehrt ihm das Mädchen Tags darauf einen „Kirchtagbrein“.
Pillweiner, Linz: „Kultur, Sitten und Gebräuche der Bewohner des Innkreises.“ In: Österreichisches Archiv für Geschichte, Erdbeschreibung, Staatenkunde, Kunst und Literatur, 2. Jg., Wien 1832, S. 169-171. http://tinyurl.com/43czmdp

Von den Schifteln dichtet auch Franz Stelhamer
(Gedichte, München 1855 http://tinyurl.com/3enhe3n): Dö zwen Bräutführer aft voll Putz; und Brautweiber á zwai,Mit graoßmächtige Körb – Kinda freut senk! – voll Schifteln und Krapfen.
Da erinnert sich Dichter Stelzhamer wohl auch schon der „guten alten Zeit“, denn 1937 las man:
Der Pumpernickel hielt vor hundert Jahren seinen Einzug im Eferdinger Metkeller und verdrängte durch seinen Wohlgeschmack sogleich alle anderen Gebäcksarten. Früher aß man zum Met Semmeln, Kipferl, Limonitaferl oder Schifteln, http://tinyurl.com/3pwyo48
von Koschutnig am Jun.2011

 
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Rezept für oö. Schifteln
Zutaten:
1/4 kg Honig, 1/4 kg brauner(Farin-) Zucker, 5 g Nelken,
5 g Piment, 10 dag Haselnüsse, 5 dag Pomeranzenschalen, 1/2 Glas Schnaps,1/4 kg Mehl
Wie’s geht:
Man lässt den Honig mit dem braunen Zucker aufkochen, mischt die gestoßenen Nelken, den gestoßenen Piment, die fein geschnittenen Haselnüsse und Pomeranzenschalen, sowie Schaps und Mehl darunter. Dann knetet man den Teig auf dem Backbrett durch, lässt ihn über Nacht zugedeckt in der warmen Küche stehen und rollt ihn am anderen Morgen dünn aus. Nun schneidet man etwa fingerlange und fingerbreite Streifen aus und bäckt sie auf einem eingefetteten Blech bei gelinder Hitze gelbbraun. Wenn sie beinahe gar sind, bestreicht man sie leicht mit Wasser und bestreut sie dicht mit grob gestoßenem Kandiszucker, worauf man sie fertig bäckt.

von Koschutnig am Jun.2011

 
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Die Mitbraut muß die „Schiftl“ und den „Störi“ beschaffen und sie dann während der Auffahrt der Hochzeitsgäste im Wirtshaus an die Hochzeitsgäste und Zuschauer austeilen. … Während der Auffahrt werden von der Mitbraut die „Schiftl “ ( kleine Lebzeltenwürfel ) ausgestreut.
Quelle: AtterWiki

von Koschutnig am 23.Nov.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.