Kommentare (5)
1868 - 1975/79 - 2005
"Ein Amusement unterm Galgen? Gewiß, und noch dazu ein superbes! Das letzte »Volksfest« dieser Gattung fand in Wien am 30. Mai 1868 (zufällig am Namensfeste Kaiser Ferdinands des Gütigen) statt und galt dem Halse des dreiundzwanzigjährigen Raubmörders Georg Ratkay, eines freilich verwahrlosten Subjektes...Kluge Leute wandern deshalb bereits um die Mitternachtsstunde nach der Gratis-Galgenarena und okkupieren die strategischesten Punkte.... Und so war´s auch diesmal. Um ein Uhr nacht kamen sie angezogen in dichten Scharen, lachend und kreischend und johlend und jubilierend und lagerten sich im Grase. Es waren die »Habitués vom Galgenturf«, beiderlei Geschlechtes, konfiszierte Gesichter, Stammgäste der anrüchigsten Kneipen, stabile Insassen der schmutzigsten Höhlen des Elends und des Lasters, ein mixtum compositum aus der vielköpfigen Genossenschaft der Gauner, so daß man weiland Schufterles bekannten Bericht variieren und sagen konnte: Alles, was von der gewissen Sorte nicht in Zuchthäusern, Spitälern und sonstigen k.u.k. Besserungsanstalten gerade verwahrt gewesen, war der Hatz vorangezogen. Bis der Morgen graute, trieb das Gesindel den heillosesten Unfug. Als es endlich Tag ward, und die Verkäufer und Ständer kamen und ihre »Delinquentenwürstel«, »Armesünderbretzen«, ihren »Galgendanzinger« etc. ausriefen, da ging der Janhagel erst recht los, und die Tausende und Abertausende wurden so kreuzfidel, wie es seinerzeit auf dem Brigittenauer Kirchtage Mode war. »Was glauben S´ denn«, meinte ein Mann in Hemdärmeln, der seinen siebenjährigen Buben aus dem Schnapsflaschl trinken ließ, »was glauben S´ denn, so was sieht man nit alle Tag!« – »A Glasl
Unblachten wett´ i, daß ´n nit padanir´n!« rief ein anderer und stieß mit seinem Stamperl an. – »Gilt!« war die Antwort. »Padanirt muß er werd´n, weil er a Ungar is, und weil s´ d´ Ebergeny a padanirt habn!« Quelle: Friedrich Schlögl (1821–1892): Wiener Blut und Wiener Luft. Skizzen aus dem alten Wien. Residenz-Verlag, 1997. "Mundl: Jetzt hau´n wir uns ein gepflegtes Bier in die Venen... Herr Ober, zwei
Unblachte und zwei Seidel." Quelle: "Ein echter Wiener geht nicht unter" "Oba der Jörgl woa ja für die Türken.
Im ORF 1 hob ih den Jörgl am Brunnenmarkt gehn sehn, wie er die Türken mit : meine Freunde !begrüsst hot.Da Jörgl war bei unsan Branntinger und hot a poar Gschirrln gsoffen. Haum de wul nochher de Gschirrl ogwoschn? Nix hobns gwaschn, sondern alles vollgekotzt weils unsern
Unblachten net vatrogn hobn." Quelle: Mehrere Postings vom 25. Dezember 2005
http://meidling-forum.at/forum/viewtopic.php?p=11139 -
anachoret 07.02.2010
Aus einem Forum:
owa da "brillant" is wos aundas!
und woos?? sogs... :confused:
...
klana tipp: is nix fia brustschwoche und kinda! ;)
na dann ist es Schnaps (oder?)
TATATTATAAAAAA!!!
darodn! :D
a brillant is a
unblachter, meistens a zwetschkerner wanns noblich zuageht beim wirschtlsiada.
wann der herr wurstfachverkäufer owa a nebbuchant is hod er nur an büllichn obstler parat.
eh......... :D
http://www.parents.at/forum/archive/index.php/t-91854.html JoDo 07.02.2010
Bei der Gelegenheit
wurde eigentlich nach einem ´Brillant´ gefragt. Den kenne wiederum ich nicht (wenn es auch im thread herauszuahnen war).
Wer weiß mehr?
JoDo 07.02.2010
Bunu hic duymadim...
Mahmut 11.03.2010
@Mahmut: Dass du das Wort noch nie gehört oder gelesen hast...
ist eine Sache, dass du daraus schließt, dass es
a) falsch geschrieben oder fehlerhaft übersetzt ist
b) ganz sicher kein österreichspezfischer Ausdruck ist oder in überhaupt keiner Sprache als bedeutungsvolle Lautfolge oder Zeichenkette existiert,
eine gänzlich andere.
Diese Unterschiede und die beigebrachten Belege für die Existenz des Wortes bei einer Bewertung bitte berücksichtigen!
Danke.
anachoret 11.03.2010