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Krischpel, Krispel, Krisperl, Krisperle : erbarmungswürdig gebrechliche Person; (umgangssprachlich)


-1

Krischpel, Krispel, Krisperl, Krisperle

-n
[ krišp... ]
erbarmungswürdig gebrechliche Person;


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Zwischenmenschliches, Humorige Bezeichnungen, Schimpfworte - liebevoll bis leicht

Tags: umgangssprachlich

Erstellt von: Koschutnig am Feb.2009

Links: Österreichisches Wörterbuch : Krischpel, Krispel, Krisperl, Krisperle V W

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Bekanntheit

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* «Krispel n. (Krischpel,) mageres, schwaches Männlein, krumme Gestalt;
mhd. krispel Krauskopf»
(Leopold Ziller: „Was nicht im Duden steht: ein Salzburger Mundart-Wörterbuch, “ 1995)

In deutschen Gegenden (Mosel) ist der Krischpel allerdings ein Lattich, der als Salat sehr schmecken soll.
von Koschutnig am Feb.2009

 
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aus Spinnerei und Weinbau
ein Faden der sich wiederspenstig einrollt,
Weinranken haben Krispeln mit dennen sie sich festhalen und hochziehen
von Fridolin am Feb.2009

 
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«Er merkte, dass er weinte, und ein anderer stand außer ihm und schaute schmerzlos und starr auf ihn, den Krischpel, der nicht an sich halten konnte, der winselte, schrie. Leben erflehte. Erwachen erbat.» (Peter Härtling, "Vielleicht ein Narr wie ich", Lesung in der Gruppe 47, Nov.1965.
Der gebürtige Chemnitzer Peter Härtling verbrachte seine frühe Jugend in Niederösterreich und sein autobiografischer Roman "Zwettl" von 1973 beschäftigt sich mit dieser Zeit.
von Koschutnig am Jul.2014

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.