5 stars - 1 reviews5

Talken, Talggen, Talggn : Getreide, auf versch. Arten bearbeitet


+1

Talken, Talggen, Talggn

[ tolggn, tolkn ]
Getreide, auf versch. Arten bearbeitet


Kategorien: Essen und Trinken

Tags: Kärnten Stmk.

Erstellt von: Koschutnig am Jun.2008


Links: Österreichisches Wörterbuch : Talken, Talggen, Talggn

  


Änderungen (1)


Bewertungen (1)



0
Getreide
das grießig oder mehlig zerstampft oder vermahlen und danach gequollen und getrocknet wurde. Wird angemacht und als Grütze gegessen. Erklärung von Retti (OEWB) :"Bäuerliche Fertignahrung" Bekannt in Kärnten (Nockgebiet), Osttirol, dem Lungau, Teilen der Steiermark von frühslaw.'talkuna'= geschroteter Hafer: vgl. russ. 'tolokno'=Hafergrütze Hat nichts mit den Wiener Böhmischen Dalken aus Hefeteig zu tun.

Kärntner Couscous:
Als Spezialität der orientalischen Küche ist vorgegartes und zerkleinertes Getreide gut bekannt. Die alpenrepublikanische Version von Bulgur und Couscous fristet dagegen ein Nischendasein - obwohl sie über lange Zeit ein Grundbaustein der Ernährung der bäuerlichen Bevölkerung von Kärnten und Teilen der Steiermark und des Burgenlandes war. Dennoch ist der Talggen - in manchen Regionen auch Munggen genannt - weitgehend in Vergessenheit geraten. Vielleicht, weil er schon früh mit "Arme-Leute-Küche" assoziiert wurde….
[quote: Low BudgetCooking:http://hedonistin.blogspot.co.at/2009/11/karntner-couscous-talggen.html] Ursprünglich wohl nur aus Hafer zubereitet (der Name leitet sich vom frühslawischen TǍLKǓNǍ für Haferschrot her …) kam im Laufe der Zeit jedes verfügbare Getreide zum Einsatz, und mehr: manchmal wurden auch Bohnen zugegeben.
Der hierorts erworbene Talggen - eine Mischung aus Hafer, Dinkel und Roggen - war sehr fein geschrotet, wie feiner Grieß. Wie solchen hab ich ihn auch verwendet.
Quelle: Low BudgetCooking

von Koschutnig am Jun.2008

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Costeño | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Russwurm | Embedded Labs | Jerga Urbana | Atlas Körper Zentrum | Atlas Body Center | NLP | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.