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Habergeiß : Ziegenbock, Getreidegeist, auch...


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Habergeiß

die, -, -n
[ hóbagaas ]
Ziegenbock, Getreidegeist, auch Nikolaus-Begleiter


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Natur, Veraltet, Historisch, Schimpfworte - liebevoll bis leicht

Erstellt von: Koschutnig am May.2008


Links: Österreichisches Wörterbuch : Habergeiß

  


Bewertungen (5)



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Da würde mich aber nun wirklich interessieren, was
1.) am Kommentar gestört hat, sodass er "verbannt" worden ist, und
2.) was der Grund für die heutige negative Bewertung des Eintrags geführt hat.
Beides ohne Kommentar ist ganz einfach unanständig.
Ich ersuche also die beiden Angesprochenen um eine Erklärung .

Dass das Wort auch außerhalb Österreichs bekannt ist, dürfte auf viele Hunderte, deshalb aber nicht beanstandete Einträge zutreffen. Dass die Habergeiß in Süddeutschland vielfach eine ähnliche Schreckgestalt ist, die man sich teils als Vogel, teils als Ziege vorstellt und übertragen auch eine abfällige Bezeichnung für manche Frau ist, ist ja unbestritten. Sie ist jedoch in erster Linie ein wichtiger Teil der österr. Sagenwelt und des Brauchtums von Österreich, z.B. der Tiroler Perchtenumzüge oder der Salzburger Wilden Jagd. Zur Habergeiß in Kärntens Sagen sei auf Georg Graber

Dass die „Habergeiß“ in Franken und Henneberg die Krebsspinne, in Bayern mitunter die Nachteule, anderswo in D auch die Heerschnepfe und den großen Brummkreisel bezeichnet, das hat mit meinem Eintrag nichts zu tun.
von Koschutnig am 06.Oct.

 
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Ein Austausch von Meinungen ist nur nutzbringend und sinnvoll mit Menschen die auch bereit sind andere Ansichten anzuerkennen.

In diesem Fall und diesem User artet es im allseits bewärten Muster am Ende zu endlosen und andere User langweilenden Kommentarketten aus und ggf. noch mit beleidigenden "Zugaben". Letzteres (erwähnte Zugaben) prallt ungehindert und unbeachtet an mir ab.

Dies erspare ich mir gerne wie auch viele andere User dies schon desöfteren
ankündigten.

Daher wird dies mein einziger Kommentar zu diesem User und allen anderen eventuellen Nachfragen sein.

Verbleibe mit freundlichen Grüßen und wünsche einen schöne Tag und Zeit auf Ostarrichi.
von Thekenspringer am 06.Oct.

 
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Mit Verlaub, die anderen Ansichten möcht ich halt kennenlernen.
von Koschutnig am 06.Oct.

 
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Die Habergeiß … meckert wie eine Geiß, lacht wie ein Kobold, schnalzt wie ein Älpler und ruft wie eine Unke. Sie wohnt in den Wipfeln der höchsten Bäume, im dunklen Heustock im Stadl, geistert bei Nacht im Haus, lagert an Kreuzwegen, sitzt in Haberfeldern und begleitet den Krampus. Sie verfolgt die Holzfrevler, drückt die Schlafenden als Alp, verdirbt Korn und Kuh, kündet den Tod an und schreckt die Kinder.
Quelle: Brauchtumsseiten.de
Nach einer Erzählung aus dem Mölltale hat die Håbergaß nur drei Füße, und zwar einen vorn auf der Brust; man hört sie besonders an schönen Frühlings- und Sommerabenden. Wenn sie einer meggaz'n hört, so stirbt er entweder selbst bald oder einer seiner Verwandten. (Drautal.) Ihr Auftreten ist sonst an keine bestimmte Zeit gebunden.
Im Drautal und Gurktal bedeutet Håbergaß auch Uhu oder kleine Nachteule, welche Vögel durch ihren Ruf gleichfalls einen Todesfall anzeigen. Die Sage beschreibt sie bald als Vogel, bald als vierfüßiges Tier. [...]
In Feldkirchen und in der Reichenau gilt die Håbergaß als Hexe. Sie erscheint als altes, häßliches Weib in zerlumpten Kleidern, mit Werg auf dem Kopfe und einer Mistgabel bewaffnet. Beim Mahle der Brechlerinnen kommt sie ans Fenster und langt mit der Gabel nach den Speisen, wobei sie allerlei Tierstimmen erschallen läßt. Sie versucht dann, ins Haus einzudringen, allein sobald sie auf der Tür ein weißes Kreuz oder das Trudenzeichen findet, muß sie entweichen.
Quelle: Georg Graber, Sagen aus Kärnten, Graz 1941, sagen.at

von Koschutnig am 06.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.