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nach der Schreibe reden : Hochdeutsch sprechen


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nach der Schreibe reden

Hochdeutsch sprechen


Art des Wortes: Phrase

Kategorien: Zwischenmenschliches, Veraltet, Historisch

Erstellt von: avenarius am Apr.2008

Links: Österreichisches Wörterbuch : nach der Schreibe reden V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (25)



+1
Unwillkürlich
muss ich da an bestimmte Originale von früher denken (oder gibt´s die noch?), zum Beispiel Taxler oder Stadtbahnschaffner, letztere hatten die Aufgabe jede Station über Lautsprecher auszurufen und die Abfertigung akustisch durchzugeben. Das derart zustandegekommene Lautprodukt war auch für gstandene Eingeborene nicht immer zu entziffern, die Leute sprachen ´nach der Schreibe´, allerdings mit Dialektartikulation...
von JoDo am Apr.2008

 
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>>>> d >>>> Daumen hoch, schöner Eintrag ! -sh-

von shadow am Apr.2008

 
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Ich entschuldige mich,
noch bevor ich kritisiert wurde. Die Gänsefüßchen, mit denen ich die Fußball-Analytiker und Co-Kommentatoren versehen habe, haben diese nicht verdient. Was sie sagen, hat durchaus Niveau. Zu Recht wollte ich auf den manchmal seltsamen Akzent hinweisen, der sich in ihr Hochdeutsch mengt. Alles andere an meiner Stellungnahme war überzogen. Das gebe ich besser gleich ohne Vorbehalte zu.
von Brezi am Jun.2008

 
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kleine Einschränkung:
´Hochdeutsch´ und ´nach der Schreibe´ sind zwei ganz verschiedene Paar Schuh!
Hochdeutsch ist der Versuch einer Artikulation ohne Dialektfärbung, während hingegen ´nach der Schreibe´ umgekehrt Schriftsprache mit dialektaler Aussprache darstellt.
von JoDo am Jun.2008

 
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nach der Schrift reden
Ich kenne "nach der Schreibe reden" von Wien und Graz; aus meinem heimatlichen Oberösterreich ist mir diese Wendung aber gänzlich unbekannt - dort sagt man "nach der Schrift reden".
von sokol am Jun.2009

 
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dazu gehört aber auch
NACH DER TINTE SPUCKEN!
von albertusmagnus am Oct.2009

 
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Ödön von Horváth: „Gebrauchsanweisung“, 1932
„Es darf kein Wort Dialekt gesprochen werden! Jedes Wort muss hochdeutsch gesprochen werden, allerdings so, wie jemand, der sonst nur Dialekt spricht und sich nun zwingt, hochdeutsch zu reden.“
von JoDo am Apr.2014

 
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nicht Hoch-, sondern Schriftdeutsch! Deswegen klingt es ja auch so gestelzt!
von berberitze am Jan.2016

 
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Als Anekdote: Der Schaffner sagte stets "Bitte rückwärts einsteigen!", was vor meinem geistigen Augen die behördengehorsamen Personen mit dem Rücken voran die Straßenbahn entern ließ. Ein recht mühsames Unterfangen, speziell auch für ältere Menschen, das aber in meiner Phantasie erheiternd wirkte.

Schade, dass diese Stilblüten mit den Schaffnern ausgestorben sind!
von HerrPausW am Jan.2016

 
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Diese Redewendung kenne ich als Oberösterreicherin nur, wenn wir uns als Kinder heimlich über jemanden lustig gemacht haben, weil er versucht hat - für einen Fremden oder, um zu imponieren - Hochdeutsch zu reden.
von Manu am Jan.2016

 
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Na, ja, ich glaube, es ist vielleicht auch mehr ironisch gemeint, meine Mutter (90 +) erwähnt es immer, wenn sich jemand Ungeübter mit dem "Nach der Schrift sprechen" etwas schwer tut und es trotzdem versucht.
von hansdieter.kopitz am Jan.2016

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.