5 stars - 4 reviews5

gaach : plötzlich


+4

gaach

[ gaach ]
plötzlich


Art des Wortes: Adverb

Kategorien: Gemütszustände, Befindlichkeiten, Orts- und Raumangaben, Zeitangaben

Erstellt von: joeditt am Jan.2008

Ähnlich klingend:  
Koch
+4
   
gach
+4
               
gach  
+59
           
gach
+4
           
gach  
+51
 

Links: Österreichisches Wörterbuch : gaach V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (4)



0
vermutlich die Urform
Ja, ich weiß: es steht schon dreimal "gach" hier. Doch auch wenn keine phonetischen Varianten extra eingetragen werden sollten: die Schreibweise mit nur einem "a" halte ich für unpräzise - des Österreichischen Unkundige verleitet sie, "gach" kurz auszusprechen, wie Dach, Bach, Sache, Fach, was ja falsch ist.


Und die Annahme, gaach würde schriftsprachlichen Kriterien nicht entsprechen, ist bei einem solchen Wort abwegig - im Sinn jener Dialekt abwertenden Fehlhaltung, die Blüten wie "Genickwurwst" gebiert.

Die bei den anderen Einträgen angegebenen - richtigen - Bedeutungen verstehe ich als Ableitungen - denn was plötzlich ist, ist auch "kurz", "schnell" (auch "Jähzorn" passt dazu: jäh = plötzlich), und ebenso "steil" (ein jäher/plötzlicher Anstieg).
von joeditt am Jan.2008

 
0
@joeditt
Mit dem langen â ("aa") hast du völlig Recht, allerdings gibt's dafür ja die "Aussprache"-Angabe. Die übliche Schreibung ist jedoch "gach" (ÖWb).
'gach' ist dasselbe Wort wie 'jäh'.
Ahd. im Nom. Sg. 'gâchi', in den anderen Fällen 'gâch'.Das -i bewirkt "i-Umlaut" in der Silbe vorher; 'gâchi' > 'gǽchi'
Zwischen Vokalen wird ch > h (vgl. hoch:hohe; nach:nahe) und fällt nach langem Vokal in manchen Gebieten schon mhd. ganz weg. Es gibt also mhd.gâch, gâ, gǽhe, gǽ nebeneinander.Vor Vokal wird in norddeutscher Mundart g > j ("janz jut"); Martin Luther greift die Form "jäh" auf, die hochsprachlich wird und 'gach' in den Dialekt verdrängt. Nicht alle Wörter im "Hochdeutschen" sind eben "hochdeutsch"

von Koschutnig am Apr.2009

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Jerga Urbana | NLP | Sprachen Lernen | Master | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.