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beamtshandeln jdn. : an jdm. eine Amtshandlung vornehmen


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beamtshandeln jdn.

an jdm. eine Amtshandlung vornehmen


Art des Wortes: Verb

Erstellt von: JoDo am Nov.2007


Links: Österreichisches Wörterbuch : beamtshandeln jdn.

  


Bewertungen (9)



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Aus einem Zeitungsartikel:
Autos. Noch mehr Autos. Ein Stau. Auffahrunfälle; Lenker, die auf dem Pannenstreifen spazierengehen; Polizisten, die davon sprechen, daß sie einen Fahrer "beamtshandeln" mußten: Die ORF-Dokumentation "Tatort Straße", die am Mittwoch ...
http://www.diepresse.at/home/kultur/medien/240064/index.do
von JoDo am Nov.2007

 
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Da bin ich sicher, das dies nicht in D bekannt ist !

von shadow am Nov.2007

 
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Das Wort gibt es,
allerdings würde ich es eher im Dunstkreis der scherzhaften Wortbildungen als im offiziellen Amtsdeutsch vermuten, wie im zitierten Beispiele die Gänsefüßchen auch nahe legen.
von Brezi am Nov.2007

 
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gerade erst heute
verwendete es Generalmajor Segur-Cabernac im Zusammenhang mit der Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Österreichischen Bundesheeres an den Ostgrenzen. Der Wortlaut war in den diversen Früh- und Morgenjournalen zu hören, ist aber bis jetzt nicht in Schriftform ins Netz durchgesickert.
von JoDo am Nov.2007

 
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Unabhängiger Verwaltungssenat des Landes Oberöserreich
Der Zeuge hat im wesentlichen ausgesagt, daß ihm der Berufungswerber zum Zeitpunkt der Amtshandlung persönlich bekannt war ... Er habe den Berufungswerber bereits mehrere Male wegen einschlägiger Übertretungen beamtshandeln müssen.
http://www.uvs-ooe.gv.at/xchg/SID-3DCFCFBE-CAF880A0/hs.xsl/10883_DEU_HTML.htm
von JoDo am Nov.2007

 
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Bundesrat Stenographisches Protokoll 657. Sitzung / Seite 72
Das ist absolut unverständlich, weil zum Beispiel bei geringfügigem Diebstahl, also bei der Feststellung von Diebsgut bei einer zollrechtlichen Amtshandlung, keine Möglichkeit zur Einschreitung gegeben ist. Das verstehen wir Freiheitliche überhaupt nicht, denn das bedeutet im Klartext, daß man eine Person, die betreten wird, nicht beamtshandeln kann.
http://www.parlinkom.gv.at/pd/steno/PG/DE/BR/BRSITZ/BRSITZ_00657/SEITE_0072.html?P_PM=SEITE_0072
von JoDo am Nov.2007

 
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um eine spätere Kriminalisierung
zu vermeiden ...
sollte man diesen Gesetzesbrechern elektronische Fußfesseln anlegen, und falls das noch nichts fruchtet, sie mit Diensthundestaffeln einschüchtern, auf jeden Fall aber internieren und erkennungsdienstlich gründlichst beamtshandeln.
http://salzburg.orf.at/stories/223865/
von JoDo am Nov.2007

 
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Noch ein Leckerbissen:
Interpellationdes Abg. Josef Fischer und Genossen an den Finanzminister betreffend das Vorgehen der Steueradministration in Elbogen in Angelegenheit der Vermögensabgabe.
... Ist der Herr Finanzminister geneigt, der Steuerverwaltung in Eibogen den Auftrag zu geben, die eingebrachten Ansuchen zu beamtshandeln und nicht restlos und summarisch abzuweisen? ...Prag, den 26. Oktober 1922.http://www.psp.cz/cgi-bin/ascii/eknih/1920ns/ps/tisky/T3816_04.htm
von JoDo am Nov.2007

 
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"amtshandeln"
"ich amtshandle, du amtshandelst, ..; amtsgehandelt" ist ebenfalls höchst österreichisches Beamtisch, wenn auch nicht ganz so elegant wie "beamtshandeln".
von Koschutnig am Dec.2008

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.