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allebot : immer wieder (mal)


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allebot

immer wieder (mal)


Art des Wortes: Adjektiv

Kategorien: Zeitangaben

Erstellt von: System32 am Jun.2007

Ähnlich klingend:      
allebad  
+4
 

Links: Österreichisches Wörterbuch : allebot V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (6)



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?????
Habe in der Bewertung angeklickt 'Kenne das Wort nicht' - und nun steht da 'Bekanntheit=-50%'. Ich kenn es aber nur zu 0,00%.
von heri am Jun.2007

 
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Ich kenne diese Wort nur...
*allebot* , ich finde super dieses Wort! Daumen rauf. Lg Meli
von Meli am Aug.2008

 
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Kenne dieses Wort eher aus Schwaben und dem Allgäu.
Hierzu auch:
"im Schwäbischen Handwörterbuch von Fischer heißt es unter diesem Stichwort:

allbot fränkisch, auch oberschwäbisch; Adverb: oftmals. Und zwar tritt bald mehr der Begriff der vereinzelten Handlungen hervor: "manchmal, hie und da" (wofür häufiger iebot), betont -´; bald mehr der des oft, rasch, meistens zu rasch Wiederholten: "alle Augenblicke""

von evide am Jan.2010

 
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Im Grimm’schen Wb.: »ALLBOTT, adv. semper, saepe
[=immer ; oft, häufig, wiederholt], anderwärts«

* »allbot, jebot: jedes Mal, manchmal (Bot, Streich)«, so wird 1795 das geheimnisvolle Wort von einem „Prof. Schmid, Ulm“ in seinem „Versuch eines schwäbischen Idiotikons“ (= Mundartwörterbuch) in Friedrich Nicolai, „Beschreibung einer Reise durch D und die Schweiz im Jahre 1781“, S. 145, erklärt

* »allbod, allebod heißt alle Augenblicke nacheinander, z.B. er lauft alle Bod daher« findet sich in Joh. v. Dellings "Beiträgen zu einem baierischen Idiotikon" von 1820
* * In Schmellers Bayr. Wb. liest man u.a.: » Das Bot, But (von ‚bieten’, im Spiel: daransetzn)… daher die Redensart alle Bot (allebod) 'jedes Mal, so oft man will, so oft man sich drauf einlassen will'… Auch auf dem Harz und sonst in Norddeutschland gebräuchlich « (Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch, Band 1, 2. Ausgabe, Bd.1 (1872), Sp. 309.
von http://tinyurl.com/ldz9o92

* Einen alten Wiener Beleg vom Direktor des Carl-Theaters - mit der Erklärung "Augenblick" - hab’ ich gefunden:Staberl:».. Unser Monarch ist viel zu gut, und da giebts alle Bod' einen andern Verdruß« (Carl Carl: "Staberl in Reichs-Geschäften", Posse, „Patschhausen“= München 1819 )http://tinyurl.com/lo3rddr


*Aus Württemberg aber ist da Berthold Auerbach mit seinen Schwarzwälder Dorfgeschichten :


* »Und a lustiger Bua
Verreißt allbot e Paar Schua;
Und a trauriger Narr
Der hot lang am e Paar.« (Berthold Auerbach: Der Tolpatsch. In: Schwarzwälder Dorfgeschichten)
* »Wenn dein gut Meisterin, die Adlerwirtin, nicht wär, die mir allbot was zuschustert, die Kleider täten mir vom Leib abefallen. « ( „Sträflinge“)
* »Allbot überkommt mich ein Jammer, dass ich mich vor mir selber schäm'« (Die Vakanz.)

Und aus Bayern
* Ludwig Ganghofer:

* »Aber jetzt, Duhrlaucht, jetzt müssen S' Ihnen stad halten! Die Zeit wird kritisch. Allbotkann was daherspringen.«( Aha, das ist also der Grund für das „Das Schweigen im Walde“?)
* »der Bub ist wie ein junges Roß: wann's nit eingspannt ist, schlagt's allbot aus und macht ein Streich.«("Das Kasermanndl")
* »Du steigst umanand im Wald, allbot siehst ebbes anders, und allweil ebbes Schöns, dös gar kein' schwarzen Gedanken aufkommen laßt. « (Der Jäger von Fall )


* und Ludwig Thoma:
* In der „Brautschau“ sagt die Sedlbäuerin: »… D' Arbet is so viel, und nacha kimmt no allbot was daher, «*
und im „Jagerloisl“ muss sich der von der Mutter sagen lassen: »Z'erscht bist selm allbot ummi g'rennt und hast allaweil an Ausred g'habt, und jetza gang's dir auf de Viertelstund z'samm. «
von Koschutnig am Jun.2013

 
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alle Bod, alle piart (phon.), ggf. alle biad...
Der Staberl-Text ist sehr überzeugend.
Kann das jemand zusammenfassen?
Alle Bod, alle Piert, allbod etc....

von reinisch am Dec.2013

 


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