4.9 stars - 51 reviews5

geil : üppig


+49


  

geil

üppig


Art des Wortes: Adjektiv

Erstellt von: Grusin am Jan.2007

Ähnlich klingend:          
gell
+8
         

Links: Österreichisches Wörterbuch : geil V W

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

  


Bekanntheit

SlowenienLiechtensteinDeutschlandKroatienTschechienSlowakeiUngarnItalienSchweizNiederösterreichSt. PöltenWienWienSteiermarkGrazKärntenKlagenfurtBurgenlandEisenstadtOberösterreichLinzSalzburgSalzburgTirolInnsbruckVorarlbergBregenzHier geht es zur Karte auf Bezirksebene.
Die Bekanntheit des Wortes ergibt sich aus den einzelnen Beurteilungen für das Wort und dem angegebenen Heimatbezirk des Benutzers.

Bewertungen (62)



0

"geil" wird/wurde im oberösterreichischen Dialekt auf diese Art verwendet: neue Mundart üppig, gewachsen (Pflanzen), fett (Speisen, Fleisch) "dös Össn is ma z'geil!" geil, geili(g): (alte Mundart) weich, zart, a geilige Händt - zarte Hand; "der Kohlrabi is geili(g)" - zart, nicht holzig; "Du bist in Gsicht noh geil" - jung, zart Übertragen auf den Menschen: sinnlich, lüstern, "a geiler Kundt" Mittelhochdeutsch: "geil" bedeutete auch "von wilder Kraft; lustig, fröhlich", bevor ein Bedeutungswandel eintrat
von Grusin am Jan.2007

 
0

Torten mit Buttercreme werden oft als geil bzw. geilig bezeichnet.
von HeleneT am Jan.2007

 
0
Leider irrtümlich einen Nuller beim Beurteilen abgegeben.
zum Kommentar vom 26. Jänner d. J.: die spezifisch Österreichische Bedeutung hat mit der gemeindeutschen nur die Abstammung gemein. Der Eintrag steht also hier voll zu Recht.
von Brezi am Jun.2007

 
0
geil-ueppig
Zu meiner Schulzeit gab es noch das Oesterreichisch Woerterbuch in dem das Wort geil mit ueppig oder fette
Speisen bezeichnet wurden.
Mir selbst ist das Wort in diesem zusammenhang gelaeufig auch
wenn bei uns im der Stmk. gern gallig gesagt wird.
Wobei das leider falsch ist, gallig ist bitter!
Nachzulesen im Oesterreichischen Woerterbuch aus den 70ern
Lg. Madfox180
von madfox180 am Dec.2008

 
0
"geil"
hat sich ganz schön entwickelt:
Althochdeutsch: 'geil' = von wilder Kraft, übermütig, mutwillig, üppig, überaus freudig"
Altenglisch 'gal' = stolz: übermütig; lustig; lüstern
Norwegisch 'gil' gärend (Bier)
Gotisch: 'gailjan' = erfreuen,
zu Indogermanisch *ghoilos = aufschäumend; gärend

WAHRIG, Dt. Wb. sagt, ein kräftiger, fetter Boden sei 'geil'; und üppig wuchernde Pflanzen seien ebenfalls 'geil'.
KNAUR-Rechtschreibung gibt als 1. Bedeutung an "kräftig, üppig (Pflanze)
DUDEN Etymologie sagt dazu:veraltet
BÜNTIG, Deutsches Wörterbuch (1996, aus einem Schweizer Verlag):
1. sexuell erregt 2. [jgdsprl.] interessant u. beeindruckend; toll, super 3. jem. oder etwas heftig begehren, in seinen Besitz bringen wollen
Mein ÖWB meint, "widerlich" sei ein wesentliches Element:'geil' seien z.B. eine widerlich fette Speise oder ein widerlich lüsternes Grinsen.

Das ÖWB ist das einzige, das 'geil' auch auf Speisen bezieht, wie es auch in bürgerlicher Gesellschaft völlig selbstverständlich verwendet wurde.
von Koschutnig am Dec.2008

 
0
Ergänzung
Wald/Weinviertel: "geil" wird nicht nur im sexuellen Sinn verwendet sondern auch als Beschreibung für Torten oder Cremen im Sinn für Fett - unangenehm, ekelig, wiederstehend fette Füllungen
von Marktroland am Jun.2009

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Jerga Urbana | NLP | Sprachen Lernen | Master | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.