0 stars - 1 reviews5

bald, bal : sobald, wenn, falls


-1

bald, bal

[ påll(t), pɔlt, boill, poill, bolls, poill ]
sobald, wenn, falls


Art des Wortes: Anderes

Tags: tirolerisch

Erstellt von: Koschutnig am Jun.2012

Gebrauch: Dialekt

Links: Österreichisches Wörterbuch : bald, bal V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Änderungen (2)


Bewertungen (3)



0
Vor allem Tiroler Gebrauch:
Des Glück, des hat 'Füaßlan flink, rumpelt im Saus, bald di net tummeln tuast, kummt' s da noch aus!Und d' Lieb is a Wein, bald den trinkst, na gib acht;denn der is scho danach, dass er d' Leut damisch macht.

"Båld der Goaß z'wôl is, steat s' auf und kråzt se"
Quelle: Joh. Baptist Schöpf, "Tirolisches Idiotikon", S. 27


Im Kufsteiner Dialekt:
Boill is zu mein Deanaill Gaßaill [Gasserl= Fenster(ln)] gehOftn hübsch long auf da Paß do steh,
Gsichts mi schoa vu woid'nUnd iß volla Froidn
Quelle: Carl v. Lutterotti, Gedichte im Tiroler Dialecte, Innsbruck 1854, S. 15)
Lutterotti bietet noch ein paar "boll" und "boill" aus Kufstein und Rattenberg i.T.:
* Bolls d' zun Weib dai Moidell off' nimmst und bißd amoill ia Mun,oft schaud dis neamd mear un.
* Haua d' Leut recht zamma, bolls ebbs dagögn dogn
* boill hoild di Prödig na für, do kamar erst d' Leud durch Kirchthür
* die Kindlan hobn si ollweill gfroid, boill is hun trieb'n z'Haus
* 's iß a Freid, boill ma gsicht di Sun augen.
* Aß iß a gruaßi Freid, boill da Jaga oft'n aff'n Gams'n ged
* boill is zruggkim, kochsta Muaß und Buda drun
von Koschutnig am Jun.2012

 
0
Imposant,
diese Dialektbeispiele.
von klaser am Jun.2012

 
0
HUBERT VON GOISERN UND DIE ALPINKATZEN:
Bäurin macht a grantigs Gsicht,
bald da Dirn a Haferl bricht,
macht an so an Teufelslärm
zwengs den altn Scher[b]m
("Stadltür"-"Lyrics")

von Koschutnig am Jul.2014

 
0
Nicht einmal dem Hubert von Goisern glaubt er, der arme Negativbewerter , ein Verbannungskünstler! "ohne postive resonanz , weg damit", meint er.
von Koschutnig am Oct.2015

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | RolandAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.