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abbandeln : abstrudeln, sich Mühe geben


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abbandeln

[ obandln ]
abstrudeln, sich Mühe geben


Art des Wortes: Verb

Kategorien: Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt von: zott am Dec.2007

Gebrauch:

Ähnlich klingend:      
abbeindln  
+3
   
abnudeln  
+67
 

Links: Österreichisches Wörterbuch : abbandeln V W

Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

  


Bekanntheit

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i bandl mi do o, bring owa trotdem nix weida = ich bemühe mich bei einer Arbeit oder Tätigkeit, bringe aber nichts fertig
von zott am Dec.2007

 
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obandln
anbandln obandln = anbraten = sich dem anderen Geschlecht nähern
von System1 am Apr.2008

 
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Das ist genau der springende Punkt !
An diesem Beispiel hier sieht man wieder einmal überdeutlich, wie wichtig es wäre,das offene ò und das geschlossene ó zu unterscheiden:Das, was der zott meint, ist das ò-bàndln mit offenem ò (=abbandeln)und das was der cupido meint, ist das ó-bàndln mit geschlossenem ó (=anbandeln).Glaubt ihr mir jetzt endlich, wie wichtig es ist, bei a e o zwischen dem offenen und geschlossenen Vokal zu unterscheiden?
von Remigius am Apr.2008

 
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Die "Bairische Umschrift" ist verwirrend!
Also bei ´mir´ ist das offene o das o.
Darüberhinaus gibt es aber ein offenes und ein geschlossenes å, für ´ab´ bzw. ´an´. Das ´ab´ erinnert mich in der Aussprache an das französische ´au´, das ´an´ an das französische ´en´. Das ist nicht leicht in eine Umschrift zu kleiden, die dann auch verständlich ist.Sonst könnt´ ma ja gleich Lautschrift nehmen.
Jedenfalls ist die Bairische Umschrift weitaus besser dazu geeignet bayrische Ausspracheverhältnisse abzubilden als österreichische.
von JoDo am Apr.2008

 
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Aber lieber Remigius,
das ist keine Glaubensfrage, sondern eine tastaturtechnische! Aber da Du so insistierst, werde ich mich einmal hinsetzten und mich spielen, ob ich die Stricherln zusammnbring.
von klaser am Apr.2008

 
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phonetische Betrachtungen

Das a mit dem Ringerl oben drauf fehlt auf meiner Tastatur und auf den meisten anderen auch.Also verzichte ich darauf, denn es geht auch einfacher, nämlich mit den auf jeder Tastatur erzeugbaren Buchstaben à á ò ó.
Dabei gibt es unter den Plaudergneißern Süddeutschlands und Österreichs und Italiens folgende Konvention:

à ist das überhelle à wie in schriftdeutsch "Schokolàde".

á ist das normale á, so wie ein Österreicher oder Süddeutscher das Wort "Wágen" artikuliert, wenn er laut aus der Zeitung liest.

ò ist das offene ò wie im englischen Wort "sòng" (="Lied") oder im österreichisch-bayrischen Mundartwort "sòng" (="sagen") oder im schriftdeutschen Wort "Wòlle".

ó ist das geschlossene ó wie in schriftdeutsch "Hóse".

Für westmittelbairische Lautverhältnisse und für Leute mit Schweinsohren, so wie mich, genügen diese vier a- und o-Laute. Sie genügen auch für die Stadt Salzburg. Selbstverständlich zuzüglich diverser Zwielaute. In Salzburg würde man z.B. "anbandeln" als "ào-bànddln" artikulieren.

Soweit das Grundgerüst, das, wie gesagt, Konvention ist.
Selbstverständlich gibt es jetzt noch diverse Sonderlaute für bestimmte Mundarten,
zum Beispiel das von JoDo zu Recht für die Wiener Mundart eingeforderte französische "en",mit dem sich die Lautverbindung "an" in "anbandeln" für mich gerade noch hörbar von der Lautverbindung "ab" in "abbandeln" unterscheidet.

In diesen Fällen liegt es an den Repräsentanten der betreffenden Mundartregionen, für ihre Laute eine schriftliche Form zu finden. Es wäre jedoch sehr verwirrend, wenn dazu die schon von der Konvention besetzten Zeichen verwendet würden.
( è und é sind auch schon besetzt, habe ich hier nicht behandelt.)

Nun zum konkreten Fall:

Meine Aussage
"das was der cupido meint, ist das ó-bàndln mit geschlossenem ó (=anbandeln)"
bezieht sich, deutlich erkennbar, auf die west-mittelbairischen Lautverhältnisse.
Das liegt daran, weil ich den cupido willkürlich oder instinktiv dorthin verortet habe.
Genausogut könnte er aber z.B. auch ein Wiener sein.
In diesem Fall wäre der Kern meiner Aussage tatsächlich deplaziert,
weil nämlich der vorliegende Fall dann eben gerade KEIN lehrreiches Beispiel für die Wichtigkeit der Unterscheidung meiner ò und ó wäre.

Cupido, wo bist du ?



von Remigius am Apr.2008

 
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Damit ihr mich nicht falsch versteht:
Keineswegs möchte ich hier auf Ostarrichi eine wissenschaftliche Lautschrift einführen.Es geht mir lediglich um die 6 Buchstaben à á è é ò ódie mit jeder Tastatur produzierbar sindund wodurch man mit einfachen Mittelnschon sehr sehr viele Verwechslungsmöglichkeiten und Unklarheitenin den österreichischen Dialekten vermeiden kann.Fast im gesamten Raum Ö ist es z.B. sehr nützlich,wenn man hósn (= Hose) und hòsn (= Hasen) unterscheiden kann.
von Remigius am Apr.2008

 


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