Keuschler - Kleinhäusler, Kleinbauer

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Keuschler - Kleinhäusler, Kleinbauer


Österreichisch :

Keuschler , der , -s , -

Deutsch :

Kleinhäusler, Kleinbauer

 
Eingereicht von :Russi ( Region : Scheibbs)
Eingereicht am :2005-07-28 12:30:21
Verwendung :ugs
 
Kategorien : noch keine Kategorie




Kommentare
Beispiel: [ von Russi am 2005-07-28 12:35:25 ]
Dort lebte neben Bauern und Keuschlern ein Knochenköhler, der seinen kärglichen Lebensunterhalt damit verdiente, daß er bei Hausschlachtungen die Tierknochen einsammelte, sie in einen Tonkrug legte, diesen auf glühende Kohlen stellte und ihn mit Erde und Grasbüscheln zudeckte. [Die Presse 10.10.1998]
Kommt von: Keusche [ von JoDo am 2012-02-19 10:01:55 ]
Keusche = im heutigen Sprachgebrauch ein verfallen(d)es Gebäude. Früher (bis ins 19. Jht.) bezeichnete das Wort eine (kleine) bäuerliche Besitzung. Üblich bis heute in Österreich.
Der "Keuschler" bewirtschaftete dieselbige. Das Wort ist heute nicht mehr üblich, war nur bis zum 19. Jht. üblich.
Sinngemäß gleich der Bezeichnung Kaluppe, vom tschechischen chalupa = Hütte/Kleinhaus. in Familinnamen erhalten als: Hüttler/Hiedler, Häusler,Chlupa/Kalupa
http://wiki-de.genealogy.net/Keusche
http://www.duden.de/rechtschreibung/Keusche
http://www.duden.de/rechtschreibung/Keuschler
Auch die Keuschnigs waren Keuschler [ von Koschutnig am 2012-02-19 12:00:40 ]
Kärntner Mischung: zum deutschen Wort eine slowenische Endung

Denkt man an Peter Handkes Eltern - der Erzeuger ein Berliner, die Mutter eine slowenische Kärntnerin -, dann ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass der fiktive Erzähler von Handkes „Märchen aus den neuen Zeiten“ „Mein Jahr in der Niemandsbucht“ ein Gregor Keuschnig ist, ein Name mit deutschem Wortstamm und slowenischer Endung, wie etliche der Kärntner Familiennamen, denn sicherlich unrichtig ist die Behauptung eines Deutschen, Keuschnigs Name sei „abgeleitet vom slawischen ‚Keusche’“ (Alexander Huber: „Versuch einer Ankunft. Peter Handkes Ästhetik der Differenz“, Würzburg 2005 S.111--http://tinyurl.com/7d7s7q4)
Beurteilungen
2006-08-29 09:03:01(Wien 19.,Döbling): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   
2006-09-01 19:02:38(): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   
2006-10-27 09:52:17(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-06-12 17:01:30(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-08-12 19:56:02(Wolfsberg): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-08-12 21:29:01(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Istdas Wort wirklich österreichisch und in anderen deutschsprachigen Ländern nicht bekannt?
2007-10-09 22:26:57(Linz-Land): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2007-10-09 22:59:48(Wien 7.,Neubau): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2007-10-11 18:33:31(): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2007-12-23 02:04:08(Wien 10.,Favoriten): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2007-12-23 12:11:15(Grieskirchen): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   scheint von \"keischn\" zu kommen, das verwenden wir für kleines haus
2007-12-23 19:11:30(Wien 16.,Ottakring): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   ich kenne es nur im Zusammenhang mit Kleinhäusler, sprich in einem zu kleinen Haus/Hütte Lebende/r, welche oft kein Wasserklo und keine Dusche oder Zentralheizung haben und im ländlichen Raum leben.
2008-02-29 18:28:19(Bruck an der Mur): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-05-06 09:02:00(Baden): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2008-07-01 12:15:46(): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   Keuschler - also einer, der eine Keusche bewohnt. Ist also nichts Außergewöhnliches, wenn auch nicht allzu häufig anzutreffen.
2008-07-02 15:21:19(Hartberg): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2008-09-11 09:50:35(): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2008-09-11 21:58:13(Rohrbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   In meiner Heimat (Mühlviertel) heisst\'s zwar nur \"Kleinhäusler\", kenn aber \"Keuschler\" gut aus der Steiermark & hab mir dort auch angewöhnt, das Wort zu gebrauchen, obwohl ich jetzt in Wien bin.
2008-09-12 13:52:33(Innsbruck-Stadt): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2008-09-16 20:02:26(Gmunden): Qualität=0: Bekanntheit=20%
   
2008-12-01 00:10:06(Wien 17.,Hernals): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2008-12-06 11:42:11(Wolfsberg): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-12-10 20:34:05(Wien 20.,Brigittenau): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2009-01-26 20:24:15(Vöcklabruck): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   
2009-01-27 08:48:20(Mödling): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2009-02-04 17:36:44(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   \"Kleinhäusler\" ist ebenfalls österreichisch!
2009-04-05 09:49:13(): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2009-07-21 19:36:45(Wien 2.,Leopoldstadt): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2009-07-21 20:23:26(Hermagor): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-07-22 12:23:35(Innsbruck-Land): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   könnte mir zwar vorstellen, was es heißt (zu "Keusche" für kleine, ärmliche Hofstatt), hab aber das Wort so nie gehört
2009-10-26 18:53:31(Bruck an der Leitha): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   ein kaum mehr gehörtes Wort
2009-12-22 07:43:36(Wien 2.,Leopoldstadt): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2009-12-22 08:51:26(Schärding): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2009-12-22 09:29:40(Wien 5.,Margareten): Qualität=0: Bekanntheit=20%
   
2009-12-22 13:15:51(Urfahr-Umgebung): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2010-01-03 15:54:57(Steyr(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2010-02-14 09:25:22(): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2010-02-21 10:33:43(Wien 22.,Donaustadt): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   siehe auch bei "Keusche" f. kleines Bauernhaus
2010-02-22 16:41:30(Bruck an der Mur): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2010-04-16 14:11:16(Wien 19.,Döbling): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2010-04-17 12:10:41(Krems an der Donau): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2010-04-17 13:17:00(Urfahr-Umgebung): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2011-05-06 10:02:31(): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2011-06-24 23:56:18(Wien 14.,Penzing): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2011-06-25 00:37:08(Lilienfeld): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2011-06-25 10:54:40(Wien 23.,Liesing): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2011-06-26 14:57:29(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2011-12-03 12:14:49(Krems(Land)): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-01-24 21:17:06(Wien 9.,Alsergrund): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-01-24 21:17:55(Sankt Veit an der Glan): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Aussprache in Kärnten: Keischla. Von Keusche (Keischn), also eine armselige Hütte.
2012-01-25 10:15:35(Wels(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-07-03 13:16:13(Sankt Pölten (Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-07-12 11:30:59(Linz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=-50%
   
2012-08-25 19:51:37(Wien 21.,Floridsdorf): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-09-05 00:32:06(Wien 19.,Döbling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-10-17 15:20:08(Hermagor): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-10-17 17:14:55(Innsbruck-Land): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-10-17 20:01:06(Sankt Veit an der Glan): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   "Kleinstbauer" empfinde ich als irreführend in diesem Zusammenhang! Ein "Keischler" hatte kaum ein Tier, dass über eine Ziege ragte. Daher auch der Ausdruck "Keuschler", denn dieser hatte keine geeignete Stallungen für Großvieh zur Verfügung.
2012-12-10 03:16:34(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-12-10 04:05:41(Krems an der Donau): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2012-12-10 08:27:28(Radkersburg): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-12-10 10:47:14(): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2013-05-25 18:30:15(Liezen): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
Keuschler

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.